Weitere Optionen: Letzte Ruhe unter Bäumen

Ottobrunn baut Ruhestätten aus

Urne im Wald für Waldbestatattung, Bestattung unter Bäumen.
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Die Bestattung unter Bäumen ist auf dem Parkfriedhof in Ottobrunn seit rund zehn Jahren möglich.

Neben der „klassischen“ Erdbestattung gibt es auch die Feuerbestattung. Die Urne wird dann häufig in einer Urnenmauer beigesetzt. Auf dem Parkfriedhof Ottobrunn sollen diese Beisetzungsmöglichkeiten, und auch die Bestattung unter Bäumen, erweitert und die Kosten in den Haushaltsplan 2021 aufgenommen werden.

Ottobrunn - „Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt.“ Ein Zitat des Lyrikers Bertold Brecht. Die Angehörigen des Verstorbenen erweisen ihm am Grab die letzte Ehre und besuchen es oft an Todestagen, Allerseelen oder auch an Weihnachten in Gedenken an den Verblichenen.

Das Gremium des Gemeinderats Ottobrunn sprach in der jüngsten Gemeinderatssitzung über die Erweiterung der Bestattung unter Bäumen, pflegeextensive Urnengräber und die Errichtung einer dritten Urnenmauer.

Seit dem Jahr 2011 ist die Bestattung unter Bäumen auf dem Parkfriedhof Ottobrunn möglich. Insgesamt wurden 290 Grabstellen mit der Möglichkeit von 580 Urnenbestattungen geschaffen. Im Durchschnitt werden ungefähr 23 Bestattungsplätze unter Bäumen pro Jahr durch die Gemeindebürger erworben.

Insbesondere die Eröffnung des dritten Bauabschnitts im Jahr 2008 fand in der Bevölkerung großen Anklang. Von den 91 errichteten Grabstellen wurden bis September diesen Jahres bereits 64 Nutzungsrechte vergeben. Das bedeutet, 27 Nutzungsrechte stehen noch zur freien Vergabe. Seit Juni diesen Jahres werden die Bestattungsplätze nur noch im Zusammenhang mit einem aktuellen Sterbefall vergeben.

Ende November letzten Jahres beschloss der Ottobrunner Gemeinderat, sich ein Angebot für die Planung eines vierten Bauabschnittes einzuholen. Das bisher für diese Bestattungsart beauftragte Lanschaftsarchitekturbüro kalkulierte die Planungskosten auf rund 25.000 Euro – die Planung könnte noch in diesem Jahr beginnen, die Umsetzung dann im nächsten Jahr. Die Gesamtkosten für die Erweiterung der Bestattung unter Bäumen beliefe sich aufgerundet auf 145.000 Euro. Außerdem sollen die pflegeextensiven, sprich weniger pflegeaufwändigen Urnengräber ebenfalls erweitert werden. Der neue zweite Bauabschnitt soll an das bereits erstellte Grabfeld anschließen. Die Gesamtkosten für die Erweiterung der pflegeextensiven Urnengräber liegte bei 243.132 Euro.

Auf dem Parkfriedhof Ottobrunn wurde vor fast 40 Jahren, im Jahr 1981, die erste Urnenmauer im alten Teil des Friedhofs eröffnet. Sechs Nischen, also 24 komplette Plätze und 88 vereinzelte Plätze ,sind noch leer. Doch die meisten Angehörigen möchten die Urne nicht mit den Urnen aus fremden Familien zusammenstellen.

Da die Urnenmauer nicht mit überwiegend zweistelligen Urnennischen umgebaut werden können, weil die entsprechenden Voraussetzungen nicht gegeben sind, wurde eine weitere Urnenmauer gebaut. Stand September sind noch 13 zweistellige und zwei vierstellige Nischen frei. Nun soll eine dritte Urnenmauer errichtet werden. Doch ist die Erweiterung der Bestattung unter Bäumen und der plegeextensiven Urnengräber von dringenderem Bedarf, weshalb diese bereits in das kommende Haushaltsjahr 2021 eingeplant werden sollen.

Die Errichtung der dritten Urnenmauer kann hingegen noch auf das Haushaltsjahr 2022 verschoben werden. Insgesamt würden sich die Kosten mit 400.000 Euro auf den Haushalt auswirken. Zuvor würde jedoch 2021 die Notwendigkeit einer dritten Urnenmauer erneut geprüft werden. Das bestimmte der Gemeinderat einstimmig.

Melanie Schröpfer

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