Auch den Kindern zu liebe: Fuß vom Gas!

Otterloher Bürgerin fordert Tempolimit

Hauptstraße an der M11 in Otterloh.
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An der Hauptstraße, die durch Otterloh führt, herrscht Tempo 50 – doch würden einige deutlich schneller fahren. Ein Antrag, der in der Bürgerversammlung gestellt wurde, forderte eine Begrenzung auf 30 km/h, da besonders die auf den Bus wartenden Kinder gefährdet seien.

Während der Brunnthaler Bürgerversammlung zeichnete sich eine deutliche Sorge ab: Die Raser an der M11 in Otterloh, die nach der Ortseinfahrt nicht bremsen, Kurven- beziehungsweise die Fahrbahn schneiden und Kinder in Gefahr bringen. Beantragt wurde daher, das Tempo auf 30 Kilometer pro Stunde zu begrenzen.

Dass so mancher Autofahrer, besonders der, der unter Zeitdruck steht, gerne mal ein paar Kilometer pro Stunde über der Geschwindigkeitsbegrenzung liegt, ist kaum eine Überraschung. So war zumindest der Eindruck während der Bürgerversammlung in Brunnthal. Diese wurde Ende Oktober noch vor dem Teil-Lockdown einberufen.

„Bei 30 km/h fahren sie 40 km/h und bei 50 km/h fahren sie 60 – mindestens“, war eine Stimme. Doch im Brunnthaler Ortsteil Otterloh seien es weit mehr als „nur“ zehn km/h zu viel. Suna Akman-Richter, eine Anwohnerin aus Otterloh, erklärte, wie belastend es für sie sei, dass sowohl Autofahrer als auch LKW-Fahrer mit einem „Tempo von fast 100“ über die Ortschildsgrenze, die das Tempo auf 50 markiert, hinweg rasen. „Die Autos sind einfach viel zu schnell.

Es kommt immer wieder zu Bremsmanövern“, sagte sie. Manche würden sogar über die Verkehrsinsel fahren. Da kurz nach dem Ortsschild eine Kurve folgt, „nehmen viele dann die linke Spur“ und schneiden damit möglichen entgegenkommenden Fahrzeugen die Fahrbahn ab.

Sie berichtete, dass sich durch die Corona-Pandemie die Straßen zwar leeren, somit sich aber auch die Schnellfahrer summieren. Akman-Richter äußerte Bedenken bezüglich des Gefahrenpotenzials für die an der Bushaltestelle wartenden Kinder. „Ich will gar nicht daran denken, was passiert, wenn einer mal mit hoher Geschwindigkeit in die Bushaltestelle rein rast.“

Nicht nur die Kinder sehe sie in Gefahr, auch ältere Menschen, die bei der Querung der Straße mit einem Gehwagerl einfach nicht so schnell reagieren können.

Bürgermeister Stefan Kern pflichtete der Wichtigkeit des Themas bei und merkte an, dass gerade vor Grundschulen oder Kindergärten oftmals besonders auf das Gas getreten werde, was er nicht verstehe. Ganz so einfach sei es jedoch nicht, die Hauptstraße, die ein Abschnitt der Kreisstraße M11 ist, als Tempo-30-Zone auszuweisen. Zunächst müsse gemessen werden, wann welche Verkehrsströme durchfließen und im weiteren Schritt könne dann zur Polizei gegangen werden. Denn diese müsse der Drosselung der Geschwindigkeit von 50 auf 30 Kilometer pro Stunde zustimmen.

Landrat Christoph Göbel, der ebenfalls vor Ort war, schlug vor, Messanlagen zu errichten, die den Autofahrern die tatsächliche Geschwindigkeit anzeigen. Würden diese Messungen gespeichert werden, könnten diese konkreten Zahlen den jeweilig zuständigen Behörden vorgelegt werden, um dann eine Diskussionsgrundlage für eine geringere Geschwindigkeitsbegrenzung vorzuweisen.

Eine solche Messanlage wurde unabhängig davon erst jüngst angeschafft und soll demnächst an der Kreisstraße – in beide Richtungen errichtet werden.

Melanie Schröpfer

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