Hospizkreis an neuem Ort

Tag der offenen Tür beim Hospizkreis Ottobrunn 

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Bürgermeister Thomas Loderer (l.) und Norbert Büker.

Schmankerl, Musik und gute Laune prägten den Tag der offenen Tür beim Hospizkreis Ottobrunn. Der Verein stellte vor kurzem seine Räumlichkeiten vor, die er seit Januar nutzt. Im Zentrum Ottobrunns gelegen, hat die Hospiz- und Palliativbegleitung ihren Sitz im dritten Stock der Friedenstraße 21. „Die alten Räume sind schön gelegen, die neuen überzeugen dazu mit gleich günstiger Lage und hervorragender Akustik“, bemerkte Ottobrunns Bürgermeister Thomas Loderer. Von hier oben aus blicke der Hospizkreis auf einen Teil seines Einsatzgebietes, das sich bis nach Helfendorf erstreckt.

 „Gab es den Hospizkreis irgendwann einmal nicht?“, fragte die Hospizkreis-Schirmherrin und Ex-Landrätin Johanna Rumschöttel. Er habe sie während ihrer gesamten Kommunalarbeit begleitet. Sie selbst habe vor kurzem gemerkt, wie viele Menschen in Sterbesituationen allein gelassen würden: „Dass unsere Familie jeden Tag zu meiner Tante ins Krankenhaus kam, fiel dem Pflegepersonal auf“, so Rumschöttel. Der Bedarf an Hospiz- und Palliativarbeit sei noch lange nicht gedeckt.

 Dass Sterbende zu begleiten eine emotional anstrengende, aber zugleich eine erfüllende Arbeit ist, wurde in vielen Gesprächen zwischen den etwa 50 Gästen deutlich. Neben diesem Erfahrungsaustausch waren auch Vorsorgevollmachten, zu denen der Hospizkreis berät, ein Thema. Und die hellen Räume, die erfüllt waren von einfühlsamen Musikstücken, die Beate Palier, Geige, und die Cellistin Nargiza Yusupova darboten. 

Der informative und „unbeschwerte Nachmittag“, den der Vereinsvorsitzende Norbert Büker allen Anwesenden, darunter viele Ehrengäste aus Politik und von Kooperationspartnern, gewünscht hatte, endete mit der Erkenntnis, dass das Ziel stimmt: „Wir helfen Menschen, bis zum Lebensende in Würde zu leben“.

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