Von Höhenkirchen nach Glonn und zurück: Mitfahrbankerl im Test

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Annette Ganssmüller-Maluche ist Landratskandidatin der SPD

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Neue Pläne für Bodyfly-Anlage im TIP-Gelände vorgestellt

Schwerelos im Taufkirchner Windkanal

Startschuss für die „Bodyflying-Anlage“ auf dem EADS-Gelände in Taufkirchen? Nachdem das Thema über ein Jahr keine Rolle gespielt hat, griff es der Gemeinderat jetzt wieder auf. 

Dort stellte ein Architekturbüro die neuesten Pläne der „Jochen-Schweizer-Grup-pe“ vor: Herzstück ist ein 30 Meter hoher Windkanal, in dem schwereloses Schweben möglich ist. Der Gemeinderat sorgt sich um Lärmimmissionen auf dem riesigen Freizeitgelände.

Lange Zeit lagen die Pläne in der Schublade, das Projekt „Bodyflying-Anlage“ (HALLO berichtete) schien in Vergessenheit geraten zu sein. Nun will die auf so genanntes „Actionmarketing“ spezialisierte „Jochen-Schweizer-Gruppe“ aus Norddeutschland in Taufkirchen wieder aktiv werden: Über ein externes Architekturbüro informierte die Gruppe den Gemeinderat jetzt über die neuesten Planungen auf dem EADS-Areal an der Ludwig-Bölkow-Allee. 

So soll das millionenschwere Bauvorhaben gegenüber der ersten Variante leicht abgewandelt werden, um Auflagen des Staatlichen Bauamts Freising zu entsprechen. Wie Architekt Johannes Dragomir vor dem 21-köpfigen Gremium ausführte, wird das Herzstück der Anlage, ein 30 Meter hoher Windkanal für Luftsprünge, nicht mehr verglast, sondern fest verbaut sein. Damit soll die Gefahr ausgeschlossen werden, dass die Autofahrer auf der A8 vom Anblick von im Luftstrom fliegenden Menschen in der gläsernen Röhre abgelenkt werden und somit die Unfallgefahr steigt: „Sonst bekommen wir die Baugenehmigung nicht.“ 

Auch blinkende oder bewegliche Werbeanlagen dürfen nach Behördenvorgaben nicht installiert werden. Lediglich ein auf die „Jochen-Schweizer-Grup-pe“ verweisender Schriftzug ist auf der Tunnelröhre erlaubt. 

Surfen und Wissen

Die übrigen Elemente hingegen bleiben gleich: Neben dem Kanal mit einem Durchmesser von rund 8,50 Metern sind ein Wasserbecken mit einer stehenden Welle für Surfer sowie ein wissenschaftliches Informationszentrum vorgesehen. Alle drei Anlagen sollen laut Dragomir propellerförmig angeordnet werden. Weitere Bestandteile des riesigen Freizeitparks sind unter anderem ein Parkplatz mit Stellflächen für 107 Fahrzeuge sowie ein großzügiger Spielbereich. 

Entstehen soll die Anlage auf dem TIP-Gelände westlich der Ludwig-Bölkow-Allee im Schnittbereich zwischen Autobahn und dem Brunnthaler Gewerbegebiet an der B471. 

Das Bauvorhaben stieß im Gremium grundsätzlich auf Wohlwollen, allerdings sorgt man sich um die zu erwartenden Lärmbelästigungen durch ausufernden Verkehr. So forderten die Grünen, den bislang lückenhaften Radweg entlang der Allee auszubauen, um das Gelände auch für den nicht-motorisierten Verkehr zu erschließen. 

Dragomir entgegnete, dass ein durchgängiger Weg geplant sei, er werde jedoch nicht breiter als zwei Meter sein. Sowohl Fußgänger als auch Fahrradfahrer sollen ihn benutzen. Da es sich im Gemeinderat lediglich um eine kurzfristig anberaumte Informationsveranstaltung handelte, traf das Gremium noch keinen Beschluss. 

Viele kritisierten, dass Bürgermeister Jörg Pötke (ILT) die umfangreichen Unterlagen zu spät ausgehändigt habe. So bemängelte Josef Seehuber (SPD), dass er sie noch gar nicht per Post zugestellt bekommen habe und sich deswegen nicht habe informieren können: „Auf dieser Grundlage kann ich nicht entscheiden.“

Ursprünglich war geplant gewesen, auf dem Areal einen „Zeppelin-Park“ zu errichten. Der Investor, die „Zeppelin New Technologies“ in Friedrichshafen war aber abgesprungen, nachdem sich das Projekt als zu kostenintensiv erwiesen hatte. – sal –

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