Qual der Wahl ist noch nicht vorbei

Wer Neubibergs neuer Bürgermeister wird, entscheidet sich in der Stichwahl

Neubiberg – Mit einer Wahlbeteiligung von 56,2 Prozent gaben die Wähler ihre Stimmen für Körner zu 29,7 Prozent und für Pardeller 37,5 Prozent, ab – und das trotz der Corona-Krise. Thomas Pardeller ist überrascht über diese hohe Wahlbeteiligung gewesen. Aufgrund der verschärften Maßnahmen, würde der Stichwahlkampf, laut Pardeller aber nun auf Onlinewege und Postwurfsendung beschränkt werden.

Thomas Pardeller ist Neubibergs Bürgermeisterkandidat für die CSU.

Der Freude tut das Virus dennoch keinen Abfall. Die Stichwahlkandidaten sind über das jeweilige Ergebnis glücklich und im Hinblick auf den 29. März zuversichtlich: „Meine Erwartungen wurden übertroffen. Ich bin überwältigt von dem großen Zuspruch. Jetzt haben wir zwei Wochen, um zu Bürger zu erreichen und zu überzeugen“, so der CSU-Kandidat Pardeller. Körner ist ebenfalls sehr glücklich darüber, in die Stichwahl gekommen zu sein. „Eigentlich ist es so gekommen, wie wir uns gedacht haben“, verrät das Grünen-Mitglied. Auch der Ausgang der Gemeinderatswahlen sorgt für Zufriedenheit. 

Pardeller meint: „Wir haben unsere Sitze gehalten. Es freut mich, dass USU einen Sitz dazugewinnen konnte.“ Die Stimmung innerhalb des Gemeinderates war in den letzten Jahren sehr angespannt, doch sind Körner und Pardeller zuversichtlich: „Es liegt ja immer an den Menschen letztlich. Alle sind der Auffassung, dass es besser werden muss als die letzten sechs Jahre. Aufeinander eingehen, ohne dabei beliebig zu werden. 

Kilian Körner ist Neubibergs Bürgermeisterkandidat für die Grünen.

Ich glaube, dass es besser wird, denn eine Kompromissbereitschaft sehe ich schon“, meint der CSU-Kandidat. Auch Kilian Körner ist guter Dinge: „ Ich glaube, dass sich das Miteinander auf alle Fälle wesentlich verbessern wird. Das liegt jetzt nicht an meiner Person allein, sondern an der Tatsache, dass es viele neue Gemeinderäte gibt und wir eine neue Konstellation haben. Jetzt müssen wir mehr aufeinander zugehen“.

Zu vermerken war auch, dass die Grünen im Gemeinderat, wie in einigen anderen Gemeinden, viele neue Sitze einnehmen konnten. Körner glaubt jedoch nicht, dass dies nur ein Trend sei, sondern dies vor allem an den lokalen Themen liege. „Die Frischluftschneise ist für die Menschen ein wichtiges Thema. Für viele Menschen ist es unbegreiflich, dass die für München zugebaut wird. Auch das Thema Finanzen und der öffentliche Personennahverkehr spielen sicherlich in die Sitzgewinnung mit ein.“ 

Wer die Stichwahl gewinnt, ist noch nicht abzusehen. Körner selbst schätzt seine Chancen jedoch als „sehr gut“ ein. „Es gibt eine bestimmte Gruppe, die immer bestimmte Parteien wählt. Ich will der Bürgermeister für alle Gruppen und für alle Neubiberger sein. Ich will alle ansprechen und stehe für die Themen Mobilität, Klima, Energie und Zusammenhalt in der Gesellschaft.“ Pardeller will keine Prognose abgeben, meint aber: „Ich habe viel Zuspruch erhalten. Die Leute wünschen sich jemanden, der jung, aber auch erfahren ist. All das bringe ich mit, denn ich bin seit zwölf Jahren im Gemeinderat tätig.“ 

Das Thema Zukunft und längerfristige Verfügbarkeit schreibe er sich auf die Fahne. Per Briefwahlverfahren wird sich dann also am 29. März entscheiden, ob Neubiberg grün oder schwarz geführt wird. 

Iris Janda / Melanie Schröpfer

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