Bücher und Besucher stehen im Vordergrund

Neubiberger Gemeindebibliothek kehrt nach Renovierung zurück ins Haus für Weiterbildung

Sitznische im Kinderbereich der Gemeindebibliothek Neubiberg.
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Kinder können in der Neubiberger Bibliothek in der Lesenische schmökern.
  • vonIris Janda
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Die Neubiberger Gemeindebibliothek kehrt zurück an den Rathausplatz. Bei der Gestaltung wurde auf die Interessen aller Nutzergruppen viel Wert gelegt.

Bislang hat es sich nur ein flauschiger Teddybär in der quietschgrünen Sitzecke bequem gemacht – doch das soll sich bald ändern. Sobald es die Auflagen zum Infektionsschutz zulassen, dürfen Kinder die modernisierten, liebevoll gestalteten Räumlichkeiten der Neubiberger Gemeindebibliothek im Haus für Weiterbildung erkunden. Für die Kleinen steht ab sofort eine eigene Kinder-

bibliothek zur Verfügung. Der großzügige Bereich befindet sich auf einer Fläche, die bislang für Büroräume genutzt wurde. Nun erwarten die kleinen Leseratten bunte Tröge mit Büchern für Krabbelkinder, der Bücherwurm „Willy“ und eine Hörstation.

Ein Highlight im Raum ist die blaue Sitzschlange, auf der sich dank unterschiedlicher Sitzhöhe Lesefreunde verschiedenen Alters wohl fühlen können. Und wer es sich lieber auf dem Boden bequem machen möchte, kann sich dafür eine der gepolsterten Sitzunterlagen nehmen. Ein großer Flachbildschirm gegenüber lädt zu Veranstaltungen wie dem Bilderbuchkino ein – sobald diese wieder möglich sind. Dass 33 Prozent der aktiven Nutzer der Gemeindebibliothek Kinder bis zwölf Jahren sind, spiegelt sich damit nun auch im Raumangebot wider.

Der räumlich abgetrennte und schallgedämmte Kinderbereich befindet sich im hinteren Teil der frisch renovierten Bibliotheksräume. Auf dem Weg dorthin kommen Besucher am in Grau- und Rottönen gestalteten Empfangsbereich und dem einladenden Lesecafé vorbei. Dort können sie an der Theke oder im gemütlichen Loungebereich bei einer Tasse Fairtrade-Kaffee durch eine Zeitschrift oder Zeitung blättern. Ein optischer Hingucker ist die gegenüberliegende Magazinwand, an der über 75 Zeitschriften aufgereiht stehen. „Früher kamen die Leute nur zum Ausleihen. Deshalb war es unser großer Wunsch, dass die Bibliothek zu einem Begegnungsort wird“, erklärte Leiterin Claudia Hagel beim Presserundgang.

Durch den großen, modernen Eingangsbereich werde der Besucher nun in die Bibliothek gezogen. Bei der Gestaltung wurde zwar mit farblichen Highlights gearbeitet, sie sei aber bewusst schlicht gehalten worden, betonen die Innenarchitektinnen Steffanie Nett und Christine Siebe vom Innenarchitekturbüro Nett & Siebe. „Bücher und Besucher sollen im Vordergrund stehen“, sagt Innenarchitektin Nett. Wer den Eingangsreich passiert, blickt auf das Herzstück der Bibliothek, die mit 27.000 Büchern unterschiedlicher Genres befüllten Regalreihen. Dafür wurde das bestehende Regalsystem verwendet. Neuerscheinungen und Bestseller kommen auf schrägen Fächern in den Regalen besonders zur Geltung.

Auch an Besucher, die sich nicht durch die Regalreihen schmökern, sondern konzentriert arbeiten wollen, wurde gedacht. Sieben verschiedene Arbeitsplätze stehen für stilles Arbeiten und Lernen bereit, dazu zwei PC-Plätze mit Drucker. Der Arbeitsbereich ist durch die graue, abgesetzte Decke optisch hervorgehoben, sonst besonders schlicht gestaltet. Dadurch kommen die schwarz-weißen Städteansichten des Fotoclubs Otto­brunn-Neubiberg besonders zur Geltung. Von Arbeitsplatz einmal quer durch den Raum wurde in frischem grün ein Bereich für Jugendliche eingerichtet. In der Sitzecke sind Teenager ab 13 umgeben von altersgerechten Büchern, Magazinen, Mangas und Hörbüchern.

„Dank der Gestaltung bietet die Bibliothek eine neue große Aufenthaltsqualität und eine Wohlfühlatmosphäre“, zeigt sich Bürgermeister Thomas Pardeller begeistert. Zirka 140.000 Euro habe die Inneneinrichtung die Gemeinde gekostet, schätzen die Architektinnen.

Eine gute Nachricht gab es wenige Tage nach dem Pressetermin: Seit Dienstag dürfen auch Besucher – unter Auflagen – wieder kommen. Das „Click and Collect“ Angebot in dem Häuschen auf dem Rathausplatz besteht weiterhin.

Iris Janda

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