Freie Bahn für den Freischank

Neubiberg will Parkflächen temporär für Gastronomie freigeben

Neubiberger Gastronomen soll es unbürokratisch ermöglicht werden, ihren Betrieb temporär auf Flächen im öffentlichen Raum auszuweiten.
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Neubiberger Gastronomen soll es unbürokratisch ermöglicht werden, ihren Betrieb temporär auf Flächen im öffentlichen Raum auszuweiten.

München hat es vorgemacht, nun möchte auch Neubiberg der örtlichen Gastronomie als Zeichen der Solidarität mit mehr Freischankflächen unter die Arme greifen. Bis Ende Oktober können Gastwirte ihren Betrieb im öffentlichen Raum – etwa auf Parkplätzen – ausweiten.

Neubiberg – „Jeder Tag, jeder Monat, der vergeht, ist für die Gastronomie dramatisch“, erklärte Bürgermeister Thomas Pardeller (CSU) bereits zu Beginn der jüngsten Sitzung im Gemeinderat. Daher wurde ein Dringlichkeitsantrag für mehr Freischankflächen im öffentlichen Raum eingereicht. Der Antrag wurde auf Initiative der Grünen gemeinschaftlich mit allen Fraktionen gestellt.

Die Verwaltung soll bis zum Ende der Sommersaison am 31. Oktober entsprechende Anfragen von Gastronomiebetrieben schnell und unbürokratisch prüfen. Für mehr Freischankflächen im öffentlichen Raum sollen Parkplätze temporär umgewidmet werden. Falls Gebühren für die Flächen anfallen, sollen diese den Wirten erlassen werden, um die lokale Gastronomie in der schwierigen Wirtschaftslage zu unterstützen.

„Das soll ein Signal unserer Solidarität an die lokalen Gastronomen sein“, erklärte Grünen-Fraktionssprecherin Lucia Kott die Initiative und meinte weiter: „Wir machen ihnen das Leben leichter so wie sie unserer auch ein Stück schöner machen.“ Ein positiver Nebenaspekt sei außerdem, dass man Erfahrung sammeln können, wie ehemaliger Parkraum sinnvoll umgenutzt werden könne.

Pardeller freute sich über den überfraktionellen Antrag. Die Möglichkeit werde zwar nicht für jeden Betrieb infrage kommen und auch gebe es nicht überall geeignete Parkplätze, aber „es ist ein gutes Zeichen.“ Sicherlich werde es auch Zielkonflikte geben, die für jeden Antrag konkret geprüft werden müssen. Eine Anfrage sei bereits bei der Gemeinde eingegangen.

Stephanie Konopac (FW.N@U) warf ein, dass nicht alle Gastronomen gleich behandelt werden, weil es sich das Angebot oftmals nur für größere lohne. Der zweite Bürgermeister Kilian Körner (Grüne) hätte sich bereits mit mehreren Gastronomen unterhalten. „Das Interesse ist durchaus da“, erklärte er. Wichtig sei, dass es die grundsätzliche Genehmigung von Gemeindeseite gebe. „Und wenn es auch nur einer ist, dem wir damit helfen können, ist das doch schon super!“

ija

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