Zeit für frischen Wind

Neubiberg: Mehrere Neuerungen im Gemeinderat 

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Bürgermeister Thomas Pardeller (r.) nahm den zehn neuen Gemeinderatsmitgliedern den Eid ab.

Bei der konstituierenden Sitzung des Neubiberger Gemeinderats wurden Kilian Körner (Grüne) und Reiner Höcherl (FW.N@U) zu Thomas Pardellers Stellvertretern gewählt. Auch bei den Ausschüssen und Referenten gibt es Neuerungen.

Neubiberg – Große Harmonie herrschte bei der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats in Neubiberg. Gerade in den Wochen und Monaten vor den Kommunalwahlen sah das noch ganz anders aus. Die Parteien hatten sich vorab auf ihre Stellvertreter-Kandidaten für den neugewählten Bürgermeister Thomas Pardeller (CSU) verständigt. 

Ohne Gegenkandidaten wurden Pardellers Gegenkandidaten Kilian Körner (Grüne) als Zweiter und Reiner Höcherl von den Freien Wählern als Dritter Bürgermeister gewählt. Volker Buck (SPD), bislang Zweiter Bürgermeister, ist die Vertretung, sollten alle Bürgermeister verhindert sein. „Ein guter Neustart für Neubiberg“, befand der neue Rathauschef über den Ausgang der Wahlgänge.

Nicht nur die Bürgermeister-Posten wurden neu vergeben. Auch im Gemeinderat waren einige frische Gesichter zu sehen. Zehn der 24 Räte sind erstmals im Gremium und schworen den Eid für das Ehrenamt. Die beiden Neulinge Leon Bogner (CSU) und Lucia Kott (Grüne) übernehmen sogar die Fraktionssprecher-Posten in ihren Parteien. 

Auch zwei neue Ausschüsse wurden eingeführt. Künftig gibt es einen Ferienausschuss und einen Ausschuss „Feuerwehren“. Damit wolle man dem Stellenwert der Feuerwehr für die Gemeinde Rechnung tragen, erklärte Pardeller. Auf bestimmte Themengebiete soll noch stärker der Fokus gelegt werden. Diese erhalten daher eigene Referenten. 

Jugendreferent ist künftig Frederik Börner (Grüne), Jürgen Leinweber (Grüne) ist für Umwelt- und Klimaschutz zuständig, Universitäts- und Digitalisierungsreferent ist Lukas Jochum (USU-100 % Uni - JNeu) und Jürgen Knopp (FW.N@U) ist beim Verkehr gefragt.

Gerade Letzterer könnte in der kommenden Legislaturperiode viel zu tun bekommen. Zumindest stehen der Gemeinde in diesem Bereich einige Herausforderungen bevor, wie Pardeller in seiner Eröffnungsrede betonte. Neben einer Busverbindung zwischen den beide Ortsteilen und dem U5-Ausbau mit einer möglichen Haltestelle in Neubiberg stehe das Thema S-Bahn-Unterführung weiter im Fokus.

Ein weiteres Großprojekt ist die Rathauserweiterung mit der Digitalisierung der Verwaltung. Man müsse dabei für die Mitarbeiter ein modernes Arbeitsumfeld, eine „Verwaltung 4.0“ schaffen, aber gleichzeitig mit Weitsicht handeln. 

Das Bürgerhausprojekt zu stoppen sei gerade mit Blick auf die derzeitige Krise die richtige Entscheidung gewesen. Deren finanzielle Auswirkungen wird Neubiberg stark zu spüren bekommen. Deshalb müsse mit den finanziellen Mitteln gut gehaushaltet und Projekte priorisiert werden. „Das alles wird nicht einfach“, stellte Pardeller klar. Aber: „Wer das blaue vom Himmel verspricht, wird bald im grauen Alltag aufwachen.“

Iris Janda

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