Hohenbrunn-Riemerling plant neues Hallenbad, Turnhalle und Mittagsbetreuung

Das neue Hallenbad wird gebaut

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Der Hohenbrunner Gemeinderat hat sich für den Neubau eines Schwimmbads entschieden. Ob der Vorschlag (siehe Grafik) des Ingenieurs Detlev Malinowsky umgesetzt wird, ist nicht entschieden. Er hat eine Art Bürgerhaus in kompakter Bauweise entworfen.

Mit zwölf zu acht Stimmen haben sich die Gemeinderäte in Hohenbrunn nach fast zweijähriger Diskussion für den Neubau eines Hallenbades entschieden. Auch in der aktuellen Sitzung gab es wieder viele Wortmeldungen und Debatten zu diesem Thema.

Bis zuletzt waren die Mitglieder der GRÜNEN, des Bürgerforums sowie je ein Vertreter der SPD und der Freien Wähler nicht von insbesondere der finanziellen Machbarkeit des Projektes überzeugt und stimmten gegen das Bad. Es fehlte bei der Abstimmung die dritte Bürgermeisterin Regina Wenzel (SPD), die im Urlaub war. Ebenfalls beschlossen wurde, eine Zweifach-Turnhalle sowie Räume, um 60 Schüler mittags zu betreuen, auf dem Gelände zu errichten. Das gesamte Gebiet wird dafür überplant, auch die Carl-Steinmeier-Mittelschule wird dort neu gebaut. Für die Schule ist ein eigener Schulzweckverband zuständig.

Neuen Vorschlag ins Spiel gebracht

Einige Tage vor der Sitzung hatte der Hohenbrunner Ingenieur Detlev Malinowsky noch einen neuen Vorschlag ins Spiel gebracht: eine Art Bürgerhaus in kompakter Bauweise auf dem Gelände schwebt ihm vor, in das auch Tiefgarage und Gastronomie eingeplant sind. Dieses sollte auf der einen Seite das Hallenbad und auf der anderen Seite die Turnhalle miteinander verbinden. Zusätzlicher Kostenfaktor: fünf Millionen Euro. Er erhielt in der Sitzung Rederecht und konnte sein Konzept vorstellen, zur Abstimmung wurde es nicht gestellt. In einer Sitzung im Juli war der Antrag für den Neubau des Bades noch einmal vertagt worden, mit dem Auftrag an die Verwaltung, verbindliche Zusagen von den Nutzergemeinden und dem Schulzweckverband für weiterführende Schulen (wie die Gymnasien Ottobrunn, Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Neubiberg) für die künftige Kostenbeteiligung beim Schulschwimmen zu erhalten. Ergebnis war, dass zwar Interesse am Schulschwimmen besteht, aber von Neubiberg, Ottobrunn und auch dem Schulzweckverband lediglich Kosten in der Höhe vergleichbar zu anderen Bädern wie beispielsweise dem Ottobrunner Phönixbad von maximal vier Euro pro Schüler gezahlt werden sollen. Auch das Nutzungskonzept für das neue Bad wurde seit dem Sommer noch einmal verfeinert: es sieht die Nutzung von je zu einem Drittel durch die Schulen, die Bürger und die Schwimmabteilung des TSV Hohenbrunn, die bundesweit erfolgreichen „Riemerlinger Haie“, vor. Diese boten zudem an, zu bestimmten Öffnungszeiten eine Zweitkraft zu stellen sowie sich an Reinigungskosten zu beteiligen, sollten diese vollständig von der Gemeinde übernommen

werden müssen.

Neue Zweifach-Turnhalle

Für die neue Zweifach-Turnhalle stimmten 18 der anwesenden 20 Räte: sie soll multifunktional gestaltet werden, sodass sie auch für Veranstaltungen geeignet ist, Nebenräume mit Lagermöglichkeiten für einen Kühlschrank und Geschirrspüler, allerdings keine Küche, sind geplant. Auch Platz für Zuschauer soll es geben, aber keine echten Tribünen. Ebenso multifunktional will man die Räume für die Mittagsbetreuung planen, damit sie abends auch als Seminar- oder Vereinsräume genutzt werden können. Zudem lassen die Hohenbrunner zwei Planvarianten mit kompakter und gelockerter Bauweise erstellen. Die Hohenbrunner Verwaltung geht davon aus, dass die Planer frühestens in einem Jahr mit der europaweiten Ausschreibung beauftragt werden können.

Claudia Engmann

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