Die Gartenlaube der Kunst

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Ingenieursbüro verdeutlicht Auswirkungen der städtischen Bauprojekte auf Münchner Umland

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Kostensteigerung für Sportcampus absehbar

Neubau von Schwimmbad, Sporthalle und Seminarräumen in Riemerling wird teurer

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Das komplette Gelände des Sportcampus und der Carl-Steinmeier-Mittelschule in Riemerling wird neu bebaut. Wo früher die Mittelschule stand – hier die letzten Mauerreste – soll jetzt das neue Schwimmbad mit Sporthalle entstehen. Im Hintergrund links ist die Grundschule zu sehen, dahinter befindet sich die neu gebaute Mittelschule.

Der Hohenbrunner Gemeinderat verabschiedete erste Gewerke für den Neubau des Hallenbades auf dem Sportcampus bei der Carl-Steinmeier-Mittelschule in Riemerling. Projektplaner Jens-Wilhelm Brand wies auf gestiegene Kosten hin. Das Gesamtprojekt war mit 20,5 Millionen Euro in der mittelfristigen Finanzplanung vorgesehen.

Die neue Carl-Steinmeier-Mittelschule in Riemerling wurde jüngst mit einer Verzögerung von mehreren Monaten eingeweiht. Nun stellte sich das für die Planungen des dazugehörigen Sportcampus, insbesondere des neuen Schwimmbades, offenbar als Vorteil heraus. Projektsteuerer Ingenieur Jens-Wilhelm Brand, deutschlandweit für die Planung und Ausführung von Schwimmbädern unterwegs, ist in seiner Planung bereits fortgeschritten und plant weitere Gewerke noch vor Weihnachten vergeben zu können.

In der aktuellen Sitzung des Gemeinderates konnten deshalb bereits die Rohbauarbeiten mit einem Volumen von über 4 Millionen Euro zur Abstimmung gebracht werden. Für diesen Posten waren sechs Angebote eingegangen. Durch „marktbedingte Steigerung“, so Brand, gab es ein Anwachsen des eingeplanten Postens um gut 500.000 Euro. Aber es sei auch das größte Gewerk, so der Projektsteuerer. Auch bei dem geplanten Personen- beziehungsweise Lastenaufzug, gebe es „einen kleinen Vergabeverlust“. Und für die badtechnischen Anlagen für Abwasser, Wasser und Gas war gar kein Angebot eingegangen: Diese müssen nun neu ausgeschrieben werden, da der Beton entsprechend den geplanten Anlagen gebaut werden muss. Für die Vergabe des geplanten Edelstahlbeckens gab es eine Steigerung von 200.000 Euro gegenüber den geplanten Kosten von vor zwei Jahren. Allerdings seien hier auch Leistungsänderungen eingeflossen und es gebe deutschlandweit sowieso nur sechs bis sieben Firmen. Für die bereits vergebenen Bauarbeiten berechnete Brand eine Kostensteigerung von rund 12 Prozent, auf das gesamte Projekt bezogen eine Überschreitung von derzeit 5,4 Prozent. 

Der zweigeschossige Neubau des Riemerlinger Sportcampus soll ein Schwimmbad mit sechs Bahnen zu je 25 Meter, Lehrschwimmbecken mit Hubboden und Kinderplanschbecken haben. Hinzu kommen eine Zwei-Feld-Sporthalle, Räume für die Mittagsbetreuung, für Tanz- und Ballett, ein Seminarraum für die VHS sowie der Ersatzneubau eines Cafés als Inklusionsbetriebs.

„Gibt es da nicht Hilfen vom Land Bayern?“ wollte dritte Bürgermeisterin Regina Wenzel (SPD) wissen. Die Gemeinde täte mit dem Bau des Schwimmbades doch viel für die Allgemeinheit, auch die Gemeinden drumherum. Es gebe eine Förderung kommunaler Sportstätten über den Finanzausgleich (FAG) Bäder, informierte Bürgermeister Stefan Straßmair (CSU). Der DLRG habe laut Bäderexperten Brand jüngst einen Gesetzesantrag eingereicht, dass alle Kinder schwimmen lernen müssen.Insgesamt fehlten laut Schätzungen 2000 Bäder in ganz Deutschland. „Wir können jetzt nicht mehr sagen, wir geben das Projekt auf“, summierte Bürgermeister Straßmair. Man sei finanziell etwa sieben Prozent über den Planungen und hätte seiner Ansicht nach sogar mit mehr rechnen müssen.

Anton Fritzmayer (CSU) stimmte im Namen seiner Partei den Angeboten zu, auch wenn die insgesamt bisher 1,2 Millionen Euro mehr schmerzten. Aber der Kostenanstieg spiegle die Marktpreise wieder. Martina Kreder-Strugalla (Grüne) zeigte sich erstaunt, über die Anfrage nach einer Kostenbeteiligung durch Dritte. Man habe bereits in den Planungen vor zwei Jahren angeregt, auch noch andere ins Boot zu holen, aber die Mehrheit des Gemeinderates habe es alleine machen wollen, erinnerte sie die Ratsmitglieder. „Wir werden zustimmen, wir müssen da jetzt durch“, so ihr Fazit. 

Der Vorschlag der Verwaltung, um Kosten zu sparen das geplante Kinderbecken wegzulassen, wurde dann auch vom Rat einstimmig abgelehnt. 

cen

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