Neubau für den Hallstattkindergarten

Nach langem Tauziehen ist die Entscheidung gefallen: Der in der Unterbiberger Grundschule untergebrachte Kindergarten bekommt nach dem Umzug ein neues Gebäude am Hallstattfeld. Träger bleibt die „Gemeinnützige Gesellschaft für Kinderbetreuung“. Vor allem besorgte Eltern hatten sich vehement für diesen Standort ausgesprochen.

Der integrative Kindergarten in der Unterbiberger Grundschule bekommt eine neue Heimstatt: Nach wochenlangen Diskussionen hat sich jetzt der Neubiberger Gemeinderat dazu durchgerungen, ein Gebäude am Hallstattfeld zu errichten. Träger bleibt die „Gemeinnützige Gesellschaft für Kinderbetreuung“. Ist es eine Luxus-Variante oder schlicht die praktischste der beiden Möglichkeiten? Über dieser Frage zerbrachen sich die Mandatsträger in der jüngsten Sitzung die Köpfe. Dass schließlich die um rund 250.000 Euro teurere Alternative das Rennen machte, dazu leisteten auch viele Eltern der betroffenen Kinder ihren Beitrag: Mit aller Deutlichkeit sprachen sie sich vor Sitzungsbeginn für die „Hallstattfeld“-Lösung aus. Es sei für die Kinder nicht zumutbar, „wenn sie neben einem Ortswechsel auch einen Betreuer- und einen Konzeptwechsel verkraften müssten“, meinte eine besorgte Mutter. Denn genau darauf würde die andere Variante hinauslaufen: Sie sieht vor, an den bestehenden Kindergarten der Arbeiterwohlfahrt ein Gebäude anzubauen und die Trägerschaft der „Arbeiterwohlfahrt“ (AWO) zu übertragen. Zwar würde damit das Gemeindesäckel deutlich entlastet werden, doch es käme auch zu den von den Eltern befürchteten Turbulenzen hinsichtlich der Betreuungssituation – ein Aspekt, den die Gemeinderatsmitglieder mehrheitlich unbedingt vermeiden wollten. Skeptische Töne kamen hingegen vom Ersten Bürgermeister Günter Heyland (FW.N@U), der zwar Verständnis für die Wünsche der Eltern zeigte, aber eben auch die Kostenseite im Blick hatte. Man dürfe ein mit rund 1,4 Millionen Euro taxiertes Projekt nicht einfach durchwinken, sondern vielmehr Einsparmöglichkeiten ins Auge fassen, forderte der Rathauschef. Gleichzeitig machte der Rathauschef deutlich, dass der Beschluss keinesfalls als Ausdruck der Geringeschätzung der AWO verstanden werden dürfe. Die Art und Weise, wie der Sozialverband durch einige Eltern „abqualifiziert“ werde, nannte er „unerträglich“. Zum neuen Gebäude, in dem die beiden Kindergartengruppen nach dem Umzug untergebracht werden sollen, sagte Heyland: „Es ist ein Luxus, den wir uns auch leisten wollen. Wir dürfen aber nicht nur eine Seite rauspicken, sondern müssen auch daran denken, dass wir einen Haushalt zu verantworten haben.“ Außerdem gebe es keine „Einrichtungen erster und zweiter Klasse“, alle Betreuungsangebote seien qualitativ gleich hochwertig. Den Eltern hingegen fiel regelrecht ein Stein vom Herzen: Mit viel Beifall quittierten sie den Beschluss zugunsten des neuen Gebäudes am Hallstattfeld. – sal –

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