Zusammenhalten und Solidarität zeigen – auch beim Einkaufen

Münchner Landkreis: Lokale Geschäfte unterstützen

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Vielerorts im Landkreis werden Einkaufshilfen für Menschen aus Risikogruppen angeboten.

Landkreis – Die Maßnahmen zur Verlangsamung der Verbreitung des Corona-Virus haben den Alltag der Menschen fest im Griff. Die umfassenden Ausgangsbeschränkungen sollen verhindern, dass Menschen miteinander in Kontakt kommen. Gerade Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen sollten nun besonders vorsichtig sein. Dennoch muss die Grundversorgung gesichert sein. Aber nicht jeder hat Angehörige oder Freunde, die Einkäufe oder Medikamente nach Hause bringen. 

Damit auch diese Bürger versorgt werden, ohne das Haus verlassen zu müssen, wurden im Landkreis in kurzer Zeit eine Vielzahl ehrenamtlicher Angebote auf die Beine gestellt. Beispielsweise bieten Nachbarschaftshilfen, Vereine oder kirchliche Gemeinden für Menschen aus Risikogruppen kostenlose Einkaufshilfen an.

Die Schutzmaßnahmen schränken nicht nur die Lebenswelten von Privatpersonen ein. Gerade kleinere Gewerbetreibende leiden massiv unter den Geschäftsschließungen. Jahr für Jahr kaufen die Menschen mehr online und weniger bei ihrem lokalen Händler vor Ort ein. 

Die derzeitige Situation verschärft diesen Trend extrem. Viele kleinere Einzelhändler müssen nun um ihre Existenz bangen. Derzeit überlegen sich Café- und Restaurantbesitzer sowie Einzelhändler vielerorts Alternativen, um weiterhin für ihre Kunden da zu sein und die Umsatzeinbußen abzufedern.

Viele Lokale stellen auf Lieferservice um oder bereiten Speisen auf Bestellung zum Mitnehmen vor. Auch andere Geschäfte liefern ihre Ware zum Kunden nach Hause. Anstatt zum Beispiel ein neues Buch beim Onlinehändler zu bestellen, ist es auch bei vielen örtliche Buchhandlungen möglich, sich Bücher nach Hause liefern zu lassen. 

Wer aktuell nichts braucht, aber in der Krise die Geschäfte am Ort unterstützen möchte, kann bei vielen Unternehmen auch Gutscheine kaufen, und diese später einlösen. In Neubiberg hat zum Beispiel die CSU den „Neubiberg-Gutschein“ ins Leben gerufen. Dieser kann für verschiedene Gewerbetreibende im Ort gekauft werden. 

Auch die Gemeinde Ottobrunn bietet seit Dienstag einen Hilfsservice für ihre Mitarbeiter an. Auf der Homepage gibt es ab sofort unter Service die Rubrik „Nachbarschaftshilfe“. Dort können Bürger ihre Hilfe anbieten, beispielsweise beim Einkaufen, Medikamente abholen oder Gassi Gehen. Ebenso können dort Gewerbetreibende die Bürger über Lieferservices und Online-Bestellmöglichkeiten informieren. 

Auch die Gemeinde Putzbrunn bietet auf ihrer Webseite eine solche Hilfsbörse an. Täglich kommen neue Möglichkeiten und Geschäfte mit Angeboten hinzu. Am besten wenden sich Bürger direkt an die Einzelhändler und fragen nach entsprechenden Angeboten. Auch auf den Webseiten der Gemeinden gibt es dazu weiterführende Informationen.

Solidarität ist das Gebot der Stunde. Das bedeutet in erster Linie, zu Hause zu bleiben, um gefährdete Menschen zu schützen. Aber es heißt auch, sich solidarisch mit jenen zu zeigen, die nun um ihre Existenz kämpfen müssen.

ija

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