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Begeisterung wecken für technische Berufe

MINT-Forum bei Airbus Taufkirchen/Ottobrunn zum Thema Mondlandung

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v.l.: Landrat Christoph Göbel (LK München), Landrätin Marianne Klaffki (LK Dachau), Chantal Jonscher (Airbus, 4.v.r.) und Robert Schmucker (TU München, 1.v.r.).

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, kurz MINT, sind Fächer, für die in Deutschland dringend mehr Nachwuchs benötigt wird. Insbesondere auch Mädchen sollen für Berufe in diesen Bereichen begeistert werden. Ein Forum dazu fand jüngst bei Airbus Defence and Space in Taufkirchen/Ottobrunn statt.

„Es ist nicht selbstverständlich, dass wir hier sein dürfen. Hier wurde Geschichte von Luft- und Raumfahrt geschrieben“, begrüßte Moderator Tom Meiler vom Bayerischen Rundfunk die Gäste. Schüler, Lehrer und weitere insgesamt 150 Interessierte hatten den Weg durch die Sicherheitskontrollen in den Showroom bei Airbus in Taufkirchen gefunden, wo Modelle von Flugzeugen die Geschichte von Airbus und der Luftfahrt illustrieren. Unter dem Jahresmotto „Abenteuer Luft- und Raumfahrt: 50 Jahre Mondlandung“ hatte die MINT-Region Münchner Umland mit den teilnehmenden Landkreisen München und Dachau zum zweiten Mal zu einem Forum eingeladen. Ziel der Veranstaltung: Impulse zur „Vernetzung und Zusammenarbeit, zur innovativen Gestaltung von Unterricht und Berufsberatung sowie zur Entwicklung neuer Projekte.“

„Das Thema ist spannend jetzt und auch in Zukunft“, so Landrat Christoph Göbel, „Und wir brauchen dafür qualifizierte Nachwuchskräfte!“. Die stellvertretende Landrätin Marianne Klaffki aus Dachau führte mit einem Zitat von Manfred Poisel weiter ins Thema ein: „Wenn wir die Erde vom Mond aus betrachten, können wir unser Blaues Wunder erleben“. Auf die besonders hohe Zahl von Studienabbrechern in den Naturwissenschaften wies Ministerialdirigent Adolf Präbst vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus hin. „Wir brauchen MINT als Teil der Allgemeinbildung“, so sein Fazit. Es folgte ein launiger Impulsvortrag von Robert Schmucker, Professor an der Technischen Universität München (TUM). Er erinnerte an den Vater der Raumfahrt, Hermann Oberth, der einst durch die Romane von Jules Verne inspiriert wurde. Neben dem Grundproblem: „Raumfahrt heißt Masse sparen!“, seine Erfahrung: „Die Jugend weiß nicht, dass etwas nicht geht und macht es dann einfach. Und dann geht es!“

„Was die Gender-Balance (Geschlechterausgewogenheit) im Weltraum betrifft, sind wir hinter Kasachstan“, verdeutlichte Suzanna Randall, erste deutsche Astronautin in spe. Sie ist eine der beiden möglichen Teilnehmerinnen, die, falls ausreichend Sponsorengelder eingesammelt werden, als erste deutsche Frau in den Weltraum fliegen wird: Nach bereits elf Männern. Sie erzählte von ihrer Initialzündung, als sie in einem englischen Kinderbuch ihr Vorbild Sally Ride, die erste amerikanische Astronautin, entdeckte. Darauf, das Deutschland generell ein rohstoffarmes Land ist und deshalb die Förderung von Kindern und Jugendlichen in technischen Berufen von entscheidender Bedeutung in Bayern sowohl für die individuellen Zukunftschancen als auch für die Wettbewerbsfähigkeit des Landes ist, wies Dr. Renate Heese von der MINT-Region Münchner Umland hin.

Aber „wir wollen niemanden zu einem Beruf überreden, sondern es soll auch Spaß machen“. Deshalb gebe es nächstes Jahr auch ein Mathejahr, da dieses als Angstfach gelte. „Es geht darum, wieder Lust drauf zu machen“, so die MINT-Managerin des Landratsamtes. Neben einer Raumfahrt Show des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) vom Standort Oberpfaffenhofen, wurden noch Projekte wie die „Mathefüchse“ in Taufkirchen oder die Robotik-AG am Ottobrunner Gymnasium vorgestellt. Taufkirchens Bürgermeister Ullrich Sander freute sich noch zusätzlich darüber, dass das Projekt Kinder aus beiden Ortsteilen zusammengebracht habe. Fazit der Mathestammtischler „Mathe kann Spaß machen und es gibt niemanden, der Mathe nicht kann!“, so Johanna Maier aus der 7. Klasse in Taufkirchen. Weitere Informationen zu dem Thema MINT-Region für das Bayerische Umland gibt es unter www.km.bayern.de/allgemein/meldung/5616/mint-netz-bayern-eine-initiative-der-bayerischen-staatsregierung.html sowie unter www.mint-regionen.de. 

Claudia Engmann

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