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Paul Breitner als neuer Schirmherr

Malteser Mahlzeiten-Patenschaften gegen Altersarmut

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Malteser Diözesangeschäftsführer Christoph Friedrich und Oberbürgermeister Dieter Reiter mit Paul Breitner.

Armut im Alter in einer reichen Stadt wie München. Leider keine Seltenheit. Seit zehn Jahren setzen sich die Malteser mit ihren Mahlzeiten-Patenschaften gegen Armut im Alter ein. Dafür bekommen sie nun prominente Unterstützung.

Als Fußballprofi hat Paul Breitner eine erfolgreiche Karriere hinter sich. Unter anderem schoss er 1974 den Ausgleich im WM-Endspiel gegen Holland. Doch trotz aller Erfolge ist er immer bodenständig geblieben und setzt sich für Menschen ein, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. So engagiert er sich bereits seit mehr als zehn Jahren für die Münchner Tafel und leitet wöchentlich eine Ausgabestelle in Haidhausen.

Jetzt weitet er sein Engagement noch aus: Ab sofort ist der Fußballstar als Schirmherr für die Malteser Mahlzeiten-Patenschaften tätig. „Erschreckend“ seien die Zahlen, was die Altersarmut im reichen München angehe, erklärte Breitner im Rahmen einer Pressekonferenz mit Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter, dem Landrat des Landkreises München, Christoph Göbel, sowie Malteser Diözesangeschäftsführer Christoph Friedrich. Dabei betonte der frühere Bayernspieler, dass er sich nur für Projekte einsetze, hinter denen er zu 100 Prozent stehe. „Und das ist bei den Maltesern der Fall. Ich bin deshalb jetzt ein Teil der Malteser“, betonte Breitner.

Dabei hat er sich im Vorfeld genau über den Dienst informiert, ist mehrfach mit Malteser-Mitarbeitern auf Tour gegangen und hat mit ihnen die Kunden besucht. Es sei wichtig, dass sich die Politik und die Gesellschaft um Probleme wie Armut im Alter kümmern. Egal ob das bei einer Tafel, den Mahlzeiten-Patenschaften oder einem anderen Angebot sei. „Das Wichtigste ist, dass jeder einzelne nicht die Augen verschließt, sondern hinsieht und dann auch wirklich handelt. Genau das tun die Malteser mit den Mahlzeiten-Patenschaften und dafür bin ich gerne Schirmherr“, erklärte der ehemalige Fußballprofi. „Wir freuen uns, dass wir mit Paul Breitner einen überaus sozial engagierten Schirmherrn für unsere Mahlzeiten-Patenschaften finden konnten“, so Friedrich bei der Vorstellung. So könne man „die Problematik von Armut im Alter noch prominenter darstellen und armen Menschen eine Stimme geben“.

Auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter und der Landrat des Landkreises München, Christoph Göbel positionierten sich gegen Altersarmut. Dabei präsentierte Reiter Zahlen für die Landeshauptstadt, die betroffen machen. Wer über nicht als 1350 Euro netto im Monat verfüge, falle unter den Begriff „Armutsrisiko“. Die Durchschnittsrenten lägen jedoch deutlich unter diesem Satz. Rund 250.000 Menschen in München seien deshalb von Armut bedroht. Der OB appellierte an alle Betroffenen, ihre Schamfgeühle zu überwinden und sich an die Stadt zu wenden. Auch dort würden Hilfen angeboten. Ein warmen Essen „ist Lebenswürde“, so Reiter. Doch leider sei eine tägliche warme Mahlzeit und ein sicheres Gefühl in den eigenen vier Wänden für viele Menschen keine Selbstverständlichkeit. Als „Systemfehler“ bezeichnete Landrat Göbel den Umstand, dass Menschen, die ein Leben lang gearbeitet hätten, im Alter nicht mit ihrem Einkommen auskommen könnten. Eine Rea- lität, die für den Landkreis ebenso gelte wie für die Landeshauptstadt. Jede Hilfe sei hier willkommen — auch die Mahlzeiten-Patenschaften, die der Landrat seit den Anfangstagen aus seiner damaligen Tätigkeit als Bürgermeister von Gräfelfing kennt.

„Nah an der Not“ seien die Malteser bei ihrer täglichen Arbeit, schilderte Diözesangeschäftsführer Friedrich die Situation. Wer aufgrund von Alter, Krankheit oder Behinderung beeinträchtigt sei und sich nicht mehr selber versorgen könne, sei oft auf die Dienste von Hilfsorganisa- tionen angewiesen. Doch die tägliche Belieferung mit einer warmen Mahlzeit oder den Hausnotruf mit Rauchmelder für schnelle Hilfe in Notsituationen könnten sich viele Menschen nicht leisten. Eine solch missliche Lage könn sich über Jahre hinweg entwickeln, sie könne aber auch plötzlich und oft unverschuldet kommen. Und sie kann jeden treffen. „Mit den Malteser-Mahlzeiten-Patenschaften möchten wir erreichen, dass ältere, kranke und behinderte Menschen trotz persönlicher und finanzieller Not ein gesundes Mittagessen beziehen können beziehungsweise in einer Notsituation mit dem Malteser Hausnotruf schnell und verlässlich Hilfe rufen können“, erklärte Friedrich.

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