Wer darf an der Uhr drehen?

Kirchuhr in Höhenkirchen wird renoviert

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Derzeit wird die Kirchuhr von Mariä Geburt in Höhenkirchen von Baugerüsten verhüllt. Sie soll ebenso wie die Außenfassade renoviert werden.

Wem gehört eigentlich die Kirchuhr von Mariä Geburt? Diese Frage sorgte bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Höhenkirchen-Siegertsbrunn für Erheiterung. Pfarrer Wolf scheint davon auszugehen, dass sie der Kirche gehöre – zumindest habe er deren Überarbeitung anlässlich der 1000-Jahr-Feier der Kirche ohne Rücksprache mit der Gemeinde geplant, wie Bürgermeisterin Ursula Mayer (CSU) erklärt. Tatsächlich, betont die Rathaus-Chefin, sei das Uhrwerk Eigentum der Gemeinde. Früher hatten nur wenige Menschen immer eine Uhr dabei und weil die Kirchuhr deshalb für alle Gemeindebürger wichtig war, habe die Gemeinde sie erworben.

„Die Gemeinde hat auch immer alle Verwaltungsarbeiten bezahlt“, hebt Priska Weber (SPD) in der Sitzung hervor. Vor dem Gremium wurde das Thema behandelt, weil der Pfarrer eine Bezuschussung durch die Gemeinde angefragt hat. Unter anderem soll ein neuer Goldauftrag auf die Uhrenzeiger angebracht werden. Laut der zuständigen Architektin belaufen sich die Kosten dafür auf circa 5000 Euro. Die Verwaltung schlug dem Gremium vor die Hälfte davon zu übernehmen. Das sahen die Gemeinderatsmitglieder einstimmig anders. Sie stimmten dafür, den kompletten Betrag für die Renovierung der Uhr zu bezahlen.

„Ich meine mich zu erinnern, dass für das Jubiläum zum Reformationstag ungefähr 80.000 Euro für die evangelische Kirche zugesteuert wurden. Dagegen sind 5000 Euro für eine 1000-Jahr-Feier nicht so viel“, erklärt Manfred Eberhard von den Unabhängigen Bürgern. Und Hans Loidl (CSU) ergänzt: „Jeder Bürger schaut auf die Uhr, egal ob katholisch, evangelisch oder konfessionslos. Deshalb sollte die Gemeinde das auch übernehmen“.

ija

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