Zentral im Alten Rathaus

Corona-Teststation für Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim

Die Bürgermeister Andreas Janson (Feldkirchen), Thomas Glashauser (Aschheim) und Maximilian Böltl (Kirchheim) in der neuen Corona-Teststation.
+
Die Bürgermeister Andreas Janson (Feldkirchen), Thomas Glashauser (Aschheim) und Maximilian Böltl (Kirchheim) in der neuen Corona-Teststation.

Das ehemalige Rathaus in Aschheim hat eine neue Verwendung gefunden: Dort hat die Corona-Teststation für Bürger aus den Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim ihren Platz gefunden.

Aschheim/ Kirchheim/ Feldkirchen – Der Freistatt Bayern setzt beim Kampf gegen das Corona-Virus auf möglichst viele Tests. Der Landkreis München will diese wohnortnah anbieten. Und so haben Bürger aus Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim seit vergangener Woche die Möglichkeit, sich im ehemaligen Rathaus an der Ismaninger Straße 8 in Aschheim, das eigentlich abgerissen werden sollte, auf eine mögliche Infektion testen zu lassen.

Und der Bedarf scheint vorhanden zu sein. 48 Menschen nutzten bereits am ersten Öffnungstag die Möglichkeit und ließen sich testen. Maximal 60 Tests können dort derzeit von einem Arzt und drei Mitarbeitern der Aicher Ambulanz durchgeführt werden.

Als „ideale Lösung“ für die drei Gemeinden bezeichnete Aschheims Bürgermeister bei einem Pressetermin mit seinen beiden Amtskollegen Andreas Janson aus Feldkirchen und Maximilian Böltl aus Kirchheim die Rathaus-Lösung. Das Gebäude liege zentral und sei für die Bürger aus allen drei Gemeinde gut zu erreichen. Auch für ausreichend Parkplätze hat die Gemeinde Aschheim gesorgt: In den Parkbuchten vor dem ehemaligen Rathaus wurde die Parkdauer auf eine halbe Stunde beschränkt. Bürgermeister Maximilian Böltl betonte, die gemeinsame Teststation unterstreiche erneut das „Miteinander der drei Gemeinden“, die bereits gute Erfahrungen etwa im Schulzweckverband, bei der Volkshochschule oder der Geothermie gemacht haben. Zudem spart die Kooperation den Gemeinden Kosten.

Auch Feldkirchens Bürgermeister sieht die neue Teststation positiv. Zwar bestehe in Feldkirchen die Möglichkeit, sich bei zwei Hausärzten testen zu lassen. Doch wenn es zu einer Grippewelle komme, könnten sich die neuen Kapazitäten in Aschheim als sehr hilfreich erweisen.

Dass sich die aktuelle Corona-Situation in den nächsten beiden Wochen beruhigt, hofft Glashauser. Dann sei die Situation der Reiserückkehrer geklärt und auch das Schulleben könnte sich eingespielt haben. Nach Angaben des Landratsamts hatte Aschheim bisher 51 Coronafälle zu verzeichnen, Feldkirchen 20 (plus 1 zum Vortag) und Kirchheim 62 (Stand 15. September). Für den Fall, dass die Infektionszahlen dennoch steigen, sind die drei Gemeinden vorbereitet. Dann soll mit der Aicher Ambulanz über eine Ausweitung des derzeitigen Vertrags, der bis Ende des Jahres läuft, gesprochen werden. Zur Zeit werden in Aschheim zwei Testtage angeboten: Dienst und Donnerstag, jeweils von 13.30 bis 17.30 Uhr. 

So laufen die Corona-Test in Aschheim

Bei den Testungen gilt es eine genaue Vorgehensweise zu befolgen. Der Patient muss sich bei seinem Hausarzt telefonisch melden. Der Hausarzt entscheidet, ob der Patient zum Test muss oder nicht. Der Hausarzt informiert den Patienten über das Testzentrum und übergibt ihm eine Überweisung samt Labortüte mit Namen und Prüfröhrchen (bleibt verschlossen in Verpackung) und dem jeweiligen Barcode. Der Patient begibt sich samt Testpaket zur Abnahme der Probe durch medizinisches Personal zur Teststation. Die Testpakete gehen dann über Aicher direkt an ein Labor. Die Meldung der Laborergebnisse erfolgt an den jeweiligen Hausarzt und an das Gesundheitsamt.

Von einer Terminvergabe wird zunächst abgesehen. Daher ist mit Wartezeiten zu rechnen. Bei zu großem Andrang sollte die Station zu einem späteren Zeitpunkt nochmals aufgesucht werden. Testungen nach der bayerischen Teststrategie (Freiwilligen Testung) können in der Aschheimer Station ebenfalls durchgeführt werden.

fit

Mehr über den Münchner Nordosten gibt es in der Übersicht.

Besuchen Sie HALLO auch auf Facebook.

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Demenz-Wohngemeinschaft in Ottobrunn
Demenz-Wohngemeinschaft in Ottobrunn
Windkraft: Für Kritiker nur Waldzerstörung und Landschaftsverschandelung
Windkraft: Für Kritiker nur Waldzerstörung und Landschaftsverschandelung
Neubiberg: Gymnasiasten können wegen Corona Partnerschule nicht besuchen 
Neubiberg: Gymnasiasten können wegen Corona Partnerschule nicht besuchen 

Kommentare