Isar-Renaturierung aus Neubiberg

Nach über elf Jahren Bauzeit feiert die Stadt München in diesen Tagen den Abschluss der Isar-Renaturierung. Besonders in der Pilotphase hatte Prof. Wilhelm Bechteler von der Universität der Bundeswehr München mit seinem Institut für Hydromechanik und Wasserbau wichtige Grundlagen für die folgende Renaturierung gelegt.

Prof. Bechteler erhielt im November 1998 unter anderem vom Wasserwirtschaftsamt München den Auftrag, eine erste Studie zur Renaturierung der Isar durchzuführen. Der Auftrag umfasste auch den Bau eines physikalischen Modells der Pilotstrecke. Für diesen 1. Renaturierungsabschnitt wurde ein 1,1 Kilometer langer Bereich zwischen Großhesseloher Brücke und Marienklausensteg ausgewählt. Das entsprechende Modell dafür wurde auf dem Freigelände des Labors an der Universität der Bundeswehr München im Maßstab 1:40 errichtet, es war knapp 30 Meter lang und vier Meter breit. Dargestellt und untersucht wurden anhand des Modell verschiedene Renaturierungsmaßnahmen, wie die Flussbettaufweitung, der Einbau von Inseln und Kiesbänken, die Abflachung der Ufer, inklusive der Entfernung befestigter Bereiche, die Gestaltung der Uferbereiche und der Einbau naturnaher Sohlrampen. Basierend auf den Resultaten der Untersuchung erfolgte dann die Umsetzung in der Natur und damit die erstmalige Erprobung der generellen Machbarkeit einer Renaturierungsmaßnahme in dieser Größenordnung. Das heutige Laboratorium für Hydromechanik und Wasserbau, unter der Leitung von Prof. Andreas Malcherek, beschäftigt sich vor allem mit Maßnahmen für den Hochwasserschutz für Flüsse und Bäche in Oberbayern und im Allgäu. Aber auch zum geplanten Praterkraftwerk an der Isar gibt es aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen.

Auch interessant:

Kommentare