Annette Ganssmüller-Maluche ist Landratskandidatin der SPD

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„Wir müssen jetzt neue Baumarten finden“

„Wir müssen jetzt neue Baumarten finden“

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„Wir wollen natürlich die Gemeinde nicht spalten“

Initiatoren ziehen Bürgerbegehren gegen Flächenversieglung beim Neubau eines Supermarktes in Hohenbrunn zurück

„In ein paar Dingen sind uns die Planer ja entgegengekommen: Es soll eine zusätzliche Ausgleichsfläche von 850 Quadratmetern im abgesperrten Teil der Muna und eine Streuobstwiese in der Nähe des Muna-Kreisels geben. Auf dem Dach des geplanten Supermarktes wird eine größtmögliche Photovoltaikanlage aufgestellt. Und die Anzahl der Fahrradplätze wird die vorgeschriebene Anzahl übersteigen“, sagt Sigrid Bauer, Mit-Initiatorin eines Bürgerbegehrens in Hohenbrunn. Das Begehren wendet sich gegen eine unnötige Flächenversiegelung durch oberirdische Parkplätze beim Bau eines Supermarktes an der B471. „Und wir wollen natürlich auch die Gemeinde nicht spalten – und wir wollen nicht daran Schuld sein, wenn der Supermarkt nicht kommt!“ Bürgermeister Stefan Straßmair habe das Größtmögliche getan, um ihnen einen Rücktritt rechtlich zu ermöglichen. Deshalb haben sie das Bürgerbegehren „Supermarkt - aber mit Tiefgarage“ jetzt zurückgezogen. Auch wenn die Initiatoren des Bürgerbegehrens ihre Meinung in der Sache nicht geändert haben, dass „Grund nicht vermehrbar“ sei. Sie finden es weiterhin „besonders unintelligent (...) Boden für Parkplätze“ zu verschwenden, erklären sie. Noch dazu, wo unterhalb des Supermarktes bis in die Tiefe von 20 Metern eine Tiefgarage ohne zusätzliche Versieglung möglich wäre. „Der Supermarkt schwebt ja nicht“ heißt es dazu von den Initiatoren. Bei einem negativen Abstimmungsergebnis hätten sie mit „leeren Händen“ dagestanden und umgekehrt seien im Ratsbegehren, dass die Mehrheit der Gemeinderäte und die Verwaltung dagegengesetzt hatten, „zu viele Dinge festgeschrieben“ worden, die Planungsalternativen verhindert hätten. Letztlich habe der „Runde Tisch“, der auf Initiative der Gemeinderäte des Bürgerforums, Pauline Miller und Andreas Schlick, stattgefunden hat, zu der Einigung geführt, so die Initiatoren des Bürgerbegehrens. Weiteres Entgegenkommen der Gemeinde: es soll ein Gehweg an der Sportplatzstraße angedacht werden. Auch das Bürgerforum zeigte sich zufrieden mit dem Rückzug des Begehrens. Sie kritisierten aber insgesamt die mangelnde Transparenz bei der Planung des Projektes. So sei erst beim „Runden Tisch“ bekannt geworden, dass „ein Mitglied der Erbengemeinschaft, die das Grundstück veräußert hat, sich das Recht auf eine Tiefgarage für das­ ­Autohaus vertraglich festschreiben ließ.“

Auch der CSU-Ortsverband zeigte sich „froh, über den guten Kompromiss“, so der Orts- und Fraktionsvorsitzende Anton Fritzmaier. In der Diskussionsrunde beim Runden Tisch, an der auch der Investor teilnahm, war laut CSU „deutlich geworden, dass an dem Zwang zu einer Tiefgarage, die viel Geld kostet und nicht gebraucht wird, das ganze Projekt scheitern kann.“ Die CSU hebt besonders hervor, dass es „im Süden des Grundstücks dringend benötigte Wohnungen geben“ wird und zudem ein Kreisverkehr gebaut würde, „der am Ortseingang den Verkehr bremst.“

Der Ortsverband der GRÜNEN in Hohenbrunn kritisiert, dass es „bei dem zu großen Supermarkt am Ortsrand mit über 100 Parkplätzen“ bleiben soll, der sich „weit weg vom Dorfkern und der zukünftigen Ortsentwicklung westlich der S-Bahn“ befinden werde. Ob es rechtens war, nach dem Rückzug des Bürgerbegehrens auch das Ratsbegehren seitens der Verwaltung zurückzuziehen, ohne vorherigen Beschluss des Gemeinderats, sollte nach Ansicht der GRÜNEN rechtlich noch geprüft werden.

Die Hohenbrunner SPD begrüßt die Einigung der Gemeinde mit den Initiatoren des Bürgerbegehrens. Fraktionssprecherin und dritte Bürgermeisterin Regina Wenzel hatte eine Kompromisslösung befürwortet, um das Projekt Supermarkt „nicht im schlimmsten Fall scheitern zu lassen.“ Der Kompromiss erlaube nun, die „nächsten Schritte in Richtung Supermarkt für Hohenbrunn auf den Weg zu bringen und in der Planung fortzufahren.“ 

cen

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