Von Höhenkirchen nach Glonn und zurück: Mitfahrbankerl im Test

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Annette Ganssmüller-Maluche ist Landratskandidatin der SPD

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München legte Alternativ-Lösung vor

Von der Südanbindung bleibt wenig

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Von der Südanbindung bleibt nur ein Stummel: Der neueste Vorschlag der Landeshauptstadt muss aber noch mit der Gemeinde Neubiberg verhandelt werden.

Wenn es nach der Münchner Stadtplanung geht, dann soll von der geplanten Südanbindung nur noch der Stummelanschluss von der Unterhachinger Straße zum Gewerbegebiet Perlach-Süd bzw. zur Neubiberger Universitätsstraße realisiert werden. 

Den restlichen Teil bis zur Carl-Wery-Straße will man sich lediglich als Option offen halten. Und die Verlängerung der Wilhelm-Hoegner-Straße soll gänzlich ad acta gelegt werden. 


Mit der Realisierung des Westabschnitts der geplanten Südanbindung Perlach (SAP) hätte die Stadt endlich eine problemlose Anbindung zum bestehenden Gewerbegebiet Perlach-Süd an der Bayerwaldstraße für den Schwerverkehr. Den Ostabschnitt will man nur noch als „optionale Maßnahme“ weiterverfolgen.

Neubiberg wird noch gefragt

Über diesen „Alternativ-Plan“ muss man sich jedoch erst noch mit der Gemeinde Neubiberg einigen. Fraglich, ob die dabei mitspielt. Denn die ausschließliche Realisierung des Westabschnitts hätte vor allem für die Stadt positive Effekte. Dabei ginge dieses Straßenstück zum größten Teil über Unterbiberger Gebiet. Dort befürchtet man, dass ohne den Ostabschnitt mehr Verkehr auf die weiterführenden Straßenverbindungen Zwerger- und Universitätsstraße zukommt. „Damit wälzt die Landeshauptstadt München den Problemverkehr zum Aus- und Aufbau und zur späteren Versorgung des so genannten Perlacher Tors auf Neubiberger Gebiet ab“, erklärte die Sprecherin der Neubiberger Grünen, Ute Hirschfeld, in der Perlacher Bezirksausschuss-Sitzung. Während sich die Grünen gegen jegliche SAP-Realisierung aussprachen, hat der Neubiberger Gemeinderat bereits vor einem Jahr für die Realisierung der Gesamt-SAP votiert.

Viele Möglichkeiten zur Erschließung des Perlacher Gewerbegebiets sind nicht mehr vorhanden. Denn der Durchstich der Wilhelm-Hoegner-Straße soll komplett gestrichen werden. Zur Umsetzung dieser Maßnahme bräuchte man dort auf zwei Kilometern bis zu elf Meter hohe Lärmschutzwände, erklärte Verkehrsplaner Harald Schnell. Denn Lärmschutz sei auch an der Naila- und Bayerwaldstraße nötig. Hinzu kommen ein „äußerst problematischer Straßenbau“ sowie ein Artenschutzproblem. 

Und die so genannte Münchner Lösung zur Anbindung des Gewerbegebiets, eine parallel zur Weidener Straße laufende neue Straße zwischen Unterhachinger- und Unterbiberger Straße soll nur „als Rückfallebene“ offen gehalten werden. Schließlich mache diese Lösung nur für die Weidener Straße Sinn, so Schnell, anderen Straßen bringe das keine Entlastung. Zudem sieht die Stadt den Eingriff in ökologische Vorrangsflächen und in die Uberschwemmungsflächen des Hachinger Bachs als problematisch an. Auf jeden Fall sei das Grundstück für eine Bebauung – es gab laut Schnell bereits Anfragen dafür – gesperrt. Damit stehe es für den Fall des Scheiterns der Neubiberger Verhandlungen bzw. für eine anderslautende Stadtratsentscheidung zur Verfügung.   Carmen Ick-Dietl


Neue Pläne für das Löwenbräu-Gelände


Die alte Vereinbarung zwischen der Landeshauptstadt München und der Gemeinde Neubiberg zur Südanbindung Perlach (SAP) stammt aus dem Jahr 1994. Sie basiert auf den damaligen Plänen, die Brauerei Löwenbräu aus der Münchner Innenstadt raus an den Stadtrand auf ein Grundstück auf Perlacher und Neubiberger Flur zu verlegen. Dafür wäre die SAP zwingend gewesen. 

Die Löwenbräu-Verlagerung in den Münchner Osten ist längst Schnee von gestern. Aus dem Verkehrskonzept kann man nun neue Pläne für das Grundstück an der Unterhachinger Straße entnehmen. Laut Planungsreferat würden von Seiten der Gemeinde Neubiberg hier Überlegungen in Richtung Wohnnutzung – eventuell auch für öffentlich geförderte Häuser – angestellt. Auch auf Münchner Seite wäre östlich der Unterhachinger Straße eine landschaftsverträgliche Wohnflächenentwicklung vorstellbar. Möglich wäre am Ende wohl eine Größe von 200 bis 350 neuen Wohneinheiten auf dem Areal.

Das Gebiet, das einst für Löwenbräu vorgesehen war, ist insgesamt rund 20 Hektar groß. Nur neun Hektar sind auf Stadtgebiet, der Rest liegt auf Neubiberger Gemeindeareal. Bislang hat das Gelände landwirtschaftlichen Charakter, zudem ist es Teil des regionalen Grünzugs Hachinger Tal/Gleißental. Und es liegt im Wasserschutzbereich des Hachinger Bachs, der hier noch renaturiert und ökologisch aufgewertet werden soll. 

Laut Stadt setzt eine künftige Ansiedlung auf jeden Fall eine gute Erschließung voraus. Die ÖPNV-Verbindung zum S-Bahnhof Perlach sei nicht ausreichend, der Fußweg zum S-Bahnhalt betrage rund 800 Meter. 

Noch aber gäbe es keinerlei Pläne, meinte Verkehrsplaner Harald Schnell in der Sitzung des Bezirksausschusses Ramersdorf-Perlach. Carmen Ick-Dietl


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