Notizen aus dem Kulturausschuss Brunnthal

Kein neues Jugendhaus

Vor allem zwei wichtige Themen standen zuletzt auf der Agenda des Kultur- und Generationenausschusses im Brunnthaler Gemeinderat. Zudem wurden finanzielle Zuschüsse für unterschiedliche Projekte vergeben. 

Nach Beschluss des Gremiums wird der Jugendfreizeittreff auch weiterhin im Gemeindehaus in der Brunnthaler Ortsmitte verbleiben. Zudem sprachen sich die Räte dafür aus, ein intergeneratives „Dialog-Stipendium“ auch in der eigenen Gemeinde zu etablieren.


Der Bau eines eigenen Gebäudes für die Kids am Brunnthaler Jugendspielplatz nach dem Vorbild  der Höhenkirchener Blue Box ist offenbar endgültig vom Tisch. Das einst von der UBW beantragte Projekt scheiterte im Kulturausschuss des Gemeinderates nicht nur an den stolzen Kosten von rund 1,2 Millionen Euro. Auch Vertreter des örtlichen Jugendrates und des Kreisjugendrings hatten sich für einen Verbleib des Nachwuchses im Brunnthaler Gemeindehaus ausgesprochen. Ein Umzug von dort war in der Vergangenheit zunächst aufgrund diverser Anwohnerbeschwerden gegen Lärm und Vermüllung erwogen worden. „Diese Beschwerden gibt es seit geraumer Zeit überhaupt nicht mehr“, zeigte sich auch Brunnthals Bürgermeister Stefan Kern (CSU) auf Nachfrage erfreut über den Verbleib an angestammter Stätte. Wohl auch, weil eine solche Investion eine weitere heftige Kerbe in den Haushalt der Kommune geschlagen hätte. „Das haben wir jetzt zurückgepfiffen“, so Kern. 

„Dialog-Stipendium“ 

Eine Synergie, die Sinn macht und bei den Beratungen im Brunnthaler Kultur- und Generationenausschuss zuletzt auf fruchtbaren Boden fiel: Studenten sollen im Rahmen des sogenannten „Dialog-Stipendiums“ der Solidaris GmbH 400 Euro Studiengebühren zurück erhalten, wenn sie sich während des Semesters in mindestens 40 Stunden um die Betreuung von Senioren kümmern. Das Projekt, das in anderen Gemeinden bereits Schule macht und von der Gesellschaft jetzt in Brunnthal präsentiert wurde, soll demnächst auch in Brunnthal eingeführt werden. Nach einem Beschluss des Aussschusses wird die Gemeinde immerhin 800 Euro in den kommenden Haushalt einstellen, um die Projektidee zu forcieren. „Ein gutes Beispiel für die Zusammenführung jüngerer und älterer Menschen, das beiden Seiten dient“, so der Tenor im Ausschuss. Brunnthals Bürgermeister konnte sich auf Nachfrage auch bereits „gut vorstellen“, wo man einen solchen Stipendiaten beschäftigen könnte. Im alten Forsthaus am Hofoldinger Markweg sollen Alzheimer-Patienten in einer Wohngemeinschaft für Demenzkranke betreut werden. „Das wäre eine gute Möglichkeit für den Studenten-Einsatz“, so Kern. 

Zuschüsse

Der Spielplatz Otterloh soll künftig um ein Beachvolleyballfeld erweitert werden. Für die kleinere Version einer Anlage auf der Rasenfläche sagte die Gemeinde 1.000 Euro zu. Sogar 2.730 Euro erhält der Tennisclub Brunnthal für seine Nachwuchsarbeit. Der Schützenverein Almrausch bekommt immerhin 420 Euro für die Jugend. Auch der Hospizkreis Ottobrunn darf sich über eine Gabe von 1.436 Euro aus der Brunnthaler Gemeindeschatulle freuen. – HH –


Auch interessant:

Meistgelesen

Landrat würdigt verdiente Bürger im sozialen Bereich
Landrat würdigt verdiente Bürger im sozialen Bereich
Einbruch in Neubiberger Schule
Einbruch in Neubiberger Schule
Tag der offenen Tür beim Hospizkreis Ottobrunn 
Tag der offenen Tür beim Hospizkreis Ottobrunn 

Kommentare