Weitere Themen der Brunnthaler Bürgerversammlung

Finanzen, Lärmschutz und mehr

Die Asyldebatte und die flankierende Lutterschmid-Diskussionen über den laut Gemeinde rund 1,24 Millionen Euro teuren Ankauf der Traditionsimmobilie überlagerten zwar die Brunnthaler Bürgerversammlung – doch auch andere Themen wurden erörtert. 

Wichtig die Finanzen: Angesichts steten Gewerbesteuerschwunds liest sich die gemeindliche Projektinvestitionssumme von rund 12,93 Millionen Euro bis 2015 üppig – doch die Einzelposten haben es in sich. 2,35 Millionen Euro allein kostet die Herstellung des Lärmschutzwalls an der A8. Dort sind erst gut 400.000 Euro investiert, der  Südabschnitt ist zwar fertiggestellt, doch derzeit tobt ein Gutachterstreit zwischen Autobahndirektion, Herstellerfirma und der Gemeinde Brunnthal. „Wegen des Gutachterstreits haben wir eigens ein Supergutachten in Auftrag gegeben“, so Kern auf Bürgeranfrage. „Das Ergebnis haben wir aber noch nicht“. 

Dafür sieht es bei einem anderen, lange von Bürgerseite geforderten Lärmschutzprojekt offenbar besser aus: an der A99 soll zwischen Gudrunsiedlung und Waldbrunn im Norden und Kirchstockach /Neukirchstockach im Süden ab 2013 ein rund 6 Meter hoher Lärmschutzwall errichtet werden. Die Kosten der Maßnahme wurden nicht erörtert. 

Lob und Kritik

Dafür meldete Rathauschef Kern an anderer Stelle Notstand: „Am Ende der finanziellen Möglichkeiten“ seien die Kommunen wie Brunnthal angesichts der Investititonen für die weiterführenden Schulen. Ein Anteil von rund 50 Millionen Euro für die kommenden Jahre reiße ein großes Loch in die Gemeindesäckel. 

Lob von vorgesetzter Stelle gab es dagegen beim Thema Windkraft. „Brunnthal ist derzeit die einzige Gemeinde im Landkreis, die präzise über Standorte spricht“, lobte Landrätin Johanna Rumschöttl. Nur die Freude im Hofoldinger Süden sei nicht so ungetrübt, räumte Kern ein. Dort nämlich würden im Streifen an der Autobahn in vier Zonen die „Monstertürme“ geplant – die man brauche, um in der Region genug Wind einzufangen. Apropos Investitionen. Zarte Fortschritte zeichnen sich nach Ansicht des Brunnthaler Rathauschefs bei der Planung wichtiger Radwegeverbindungen ab. So sei ein Streifen zwischen Dürrnhaar und Faistenhaar mittlerweile stärker fokussiert, weil der zunächst schwierige Grunderwerb zwischenzeitlich „besser läuft“. Weit wichtiger sei dagegen schon angesichts der schlechten Wegeverhältnisse die Radwegrealisierung zwischen Faistenhaar und Höhenkirchen gerade mit Blick auf die Schüler des dortigen Gymnasiums. „60 Prozent der Projektkosten“ habe Bayerns Innenminister Hermann mittlerweile für das rund 480.000-Euro-Projekt in Aussicht gestellt so Kern. Allerdings gelte es auch, den restlichen Kostenanteil noch aufzuteilen. Man bleibe an dem Projekt dran, versicherte Brunnthals Bürgermeister auf Anfrage einer Bürgerin. Harald Hettich


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