Container des Gymnasiums Neubiberg in Höhenkirchen werden auf Schadstoffe geprüft

Materialproben sollen Klarheit bringen

Neuerliche Raumluftmessungen, die am 8. Juli in sechs Klassenzimmern in dem Container-Nebengebäude am Gymnasium Neubiberg in Höhenkirchen stichprobenartig durchgeführt wurden, haben in vier Klassenzimmern erhöhte Werte in Bezug auf die Substanz Formaldehyd ergeben.

Zweckverbandsvorsitzender Thomas Loderer zeigt sich angesichts der neuen Befunde überrascht. Bereits Anfang Juni seien Raumluftuntersuchung durchgeführt worden, die jedoch keine erhöhten Schadstoffwerte ergeben hätten. In einer am 25. Februar durchgeführten Untersuchung seien die VOC-Konzentrationen in vier von fünf Räumen allerdings ebenfalls erhöht gewesen.

Den Eltern der betroffenen Schüler das Gymnasiums Neubiberg versichert Loderer auf der Homepage des Zweckverbandes, dass man wolle „unter keinen Umständen zulassen, dass Kinder und Jugendliche im kommenden Schuljahr in gesundheitlich bedenklichen Räumen unterrichtet werden“. Aufgrund der aktuellen beunruhigenden Untersuchungsergebnisse habe der Schulzweckverband deshalb unverzüglich eine Ursachenforschung veranlasst. So sei am Dienstag, 31. Juli als erster Schritt ein Schimmelspürhund eingesetzt worden, um im Container-Nebengebäude mögliche Schimmelpilzquellen zu identifizieren, die auf Feuchtigkeit hinweisen. Am Mittwoch, 1. August habe der vom Zweckverband beauftragte Sachverständige für Schadstoffe, Peter Aschendorf, gemäß den Markierungen des Schimmelspürhunds, aber auch auf Basis anderer relevanter Informationen Materialproben im Gebäude entnommen und diese in ein Analyselabor geschickt. Der Zweckverband gehe davon aus, dass die Ergebnisse der Analyse um den 9. oder 10. August herum vorliegen werden. Gleichzeitig würden derzeit Raumluftmessungen in allen Räumen des Container-Nebengebäudes durchgeführt. Dabei würden die Räume rund zehn Stunden nicht gelüftet (Fenster und Türen geschlossen). Erst danach werde die Probe genommen. Dabei werde der Tatsache Rechnung getragen, dass sich nach ca. acht Stunden in der Raumluft bei geschlossenen Räumen ein chemisches Gleichgewicht einstelle.

Für den Fall, dass die Schadstoffe in der Raumluft im Container-Nebengebäude auch am Ende der Sommerferien noch erhöhte Konzentrationen aufweise, müssten Szenarien einer alternativen Unterbringung der Schülerinnen und Schüler entwickelt werden. Dieser Prozess sei bereits angelaufen.

Die Zweckverbandsverwaltung werde die Eltern auf der Internetseite http://www.schulzweckverband.de/index.php?id=7 – in enger Abstimmung mit der Schulleitung, dem Elternbeirat sowie einem aus Elternvertretern bestehenden informellen Sanierungsbeirat – in den nächsten Tagen und Wochen stets auf dem Laufenden halten.

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