Hohenbrunner Baugebiet westlich der Bahn 

Bürger werden einbezogen

Baustelle bald auch in Hohenbrunn
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Bald rollen auch in Hohenbrunn die Bagger.
  • VonMelanie Schröpfer
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Wie genau das Baugebiet westlich der Bahn in Hohenbrunn gestaltet wird, ist noch unklar. Klar ist aber, dass die Bürger in jedem Fall einbezogen werden sollen.

Dieses Jahr wurde beschlossen, dass die Gemeinde Hohenbrunn eine neue Realschule bekommt. Gebaut werden soll sie westlich der S-Bahnhaltestelle. Mit dieser Entscheidung schreiten auch die Planungen um die restliche Fläche des Baugebiets voran. Geplant ist, dass neben der Realschule, auch die Montessori-Schule, eine Turnhalle und eine Kindertagesstätte sowie Sportflächen und ein Wohngebiet Platz finden sollen.

Für das Bauvorhaben wurde nun in der jüngsten Gemeinderatssitzung der Flächennutzungsplan abgeändert. Das Besondere an der Wohnbebauung soll sein, dass der neu verabschiedete Beschluss der Sozialen Bodennutzung (SoBon) nun zum tragen kommt. Ein Teil der Fläche werde westlich und östlich der Hohenbrunnerstraße als Wohngebiet ausgewiesen. Laut erster Überlegungen soll im Zuge der gesamten Bebauung die bestehende Ortsverbindungsstraße (Hohenbrunnerstraße) verlegt werden und für den Durchgangsverkehr geschlossen werden.

Künftig soll sie als Erschließungsstraße für das Sondergebiet dienen und mit einem Wendehammer versehen werden. Allerdings werde die Straße für Fußgänger und Fahrradfahrer erhalten bleiben. Bürgermeister Stefan Straßmair (CSU) wisse um die bei den Gemeinderäten bereits eingegangenen Einwände von Bürgern bezüglich des Vorhabens. Er versicherte: „Vor dem ersten Entwurf gehen wir in den Bürgerdialog.“

Die Einwände, Anregungen und Ideen der Bürger sollen in jedem Fall einfließen. Bevor es wirklich konkret wird, würde es noch dauern. Für die Entwürfe müssen noch Fachbehörden zu Wort kommen, Machbarkeitsstudien erstellt sowie Flora und Fauna untersucht werden. Wie groß genau die einzelnen Flächenabschnitte werden, werde erst später beschlossen. Klar sei aber, dass das Biotop in jedem Fall unangetastet bleiben soll. Die Änderung des Flächennutzungsplanes bedeute, groben Rahmenbedingungen zuzustimmen.

Die CSU Fraktion zeigte sich dem gegenüber positiv gestimmt. Anton Fritzmair: „Wir halten es für ein gutes Konzept. Ziel ist, möglichst flächensparend zu bauen und Ressourcen zu schonen – besonders im Hinblick auf das Biotop.“ Pauline Miller (Bürgerforum) sah den Schritt der Flächennutzungsplanänderung als richtungsweisend, „wenn auch nicht verpflichtend.“ Dennoch verwies sie auf die Sorgen der Bürger im Hinblick auf das große Bebauungsgebiet und dem anstehenden Zuzug vieler neuer Bürger. „Wir bitten wirklich um eine kritische Prüfung“, fügte sie mit Nachdruck hinzu.

Anke Lunemann (Grüne) wies ebenfalls daraufhin: „Seit ich im Gemeinderat bin, habe ich noch nie so viele Rückmeldungen von Bürgerinnen und Bürgern bekommen.“ Sie wollte außerdem wissen, wie viel Mitspracherecht die Bürger konkret hätten. Ein reines „Wunschkonzert“ sei es nicht, letztlich hätten allerdings die Gemeinderäte die Entscheidungskraft, erklärte Straßmair und zeigte sich verstehend: „Wir beschließen keinen Entwurf, nur den Umgriff. Der Vorschlag ist ein reiner Lageplan“ Der Entschluss der Flächennutzungsplanänderung bestimme lediglich den Planungsbeginn. Dieser wurde einstimmig getroffen.

Melanie Schröpfer

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