Vergrößerung abgelehnt!

Bahnunterführung: Streit um das Nadelöhr

Ganz schön eng! Hohenbrunn lehnt aktuell die Erneuerung und Vergrößerung der Bahnunterführung Luitpoldstraße ab. Vor allem befürchtet man mehr Verkehr und Lärm.
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Ganz schön eng! Hohenbrunn lehnt aktuell die Erneuerung und Vergrößerung der Bahnunterführung Luitpoldstraße ab. Vor allem befürchtet man mehr Verkehr und Lärm.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn hat beim Landkreis die Erneuerung und Verbreiterung der Bahnunterführung Luitpoldstraße beantragt. Gehört wurde dazu auch Hohenbrunn, nachdem die Brücke unmittelbar angrenzt. Der Gemeinderat lehnt den Plan ab. Man befürchtet mehr Verkehr und Nachteile für die Anwohner.

Schon bei einem ersten Gesprächstermin hatte Hohenbrunns Bürgermeister Stefan Straßmair erklärt, dass eine Fahrbahnverbreiterung aus Hohenbrunner Sicht nicht gewünscht werde. Nun hat er auch den Rückhalt des Gemeinderats. Die Lokalpolitiker befürchten mehr Verkehr – vor allem eine Zunahme des Schwerlastverkehrs – entlang des angrenzenden Wohngebietes. Außerdem wären fast ausschließlich nur Hohenbrunner Bürger von der zusätzlichen Verkehrsbelastung betroffen. Martina Kreder-Strugalla (Bündnis 90/Die Grünen) eröffnete eine rege Diskussion: „Es ist eine zweifellos enge Durchfahrt, die sich nicht wegdiskutieren lässt. Über dieses Problem sollte man sich Gedanken machen. Seit Jahren kommen immer wieder Klagen von Anwohnern der Luitpoldstraße.“ Die Gemeinderatsfraktion Bündnis90/Die Grünen legt deshalb dem Gremium einen geänderten Beschluss vor, der vorsah, eine Zustimmung in Aussicht zu stellen, diese aber von bestimmten Voraussetzungen wie Lärmschutzmaßnahmen zum Schutz der Anlieger abhängig zu machen.

Eindeutig ablehnend sprach sich Rüdiger Weber (SPD) aus: „Für Ausbau- und Lärmschutzmaßnahmen sehe ich keine Möglichkeiten“. Und Peter Berger (ÜWG/Freie Wähler-Bürgerforum) ergänzte: „Wir sollten die Auffassung unterstützen, dass die Brücke eine Gefahr darstellt und die Hohenbrunner Bürger belastet.“ Dass sie ersetzt werden müsse, sei zweifelsfrei. Das Nadelöhr müsse beseitigt werden. Das Problem Schwerlastverkehr könne durch Regelungen gelöst werden. „Wir müssen uns mit der Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn zusammensetzen und über die Probleme reden.“ Mechthild Heinmüller (SPD): „Die Bürgermeisterin, Frau Ursula Mayer, möchte so schnell wie möglich eine Lösung haben, wir sollten uns das genauer anschauen, auch unter der Tatsache, dass Frau Mayer sehr gute Beziehungen zum Landkreis hat“. Dagegen will Stefan Straßmair Ruhe bewahren: „Den Blick in die Glaskugel, was der Kreis letztendlich entscheidet, gibt es nicht. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass der Kreistag gegen den Willen einer unmittelbar betroffenen Gemeinde entscheiden würde. Eine Zustimmung sei nur möglich, wenn Höhenkirchen gewährleiste, sich an den Lärmschutzmaßnahmen zu beteiligen. Auf den Punkt brachte die Pauline Miller (ÜWG/Freie Wähler-Bürgerforum) die Sicht vieler Gemeinderatsmitglieder: „Wir wollen auch was, wir wollen eine Verbesserung für unsere Bürger.“

rie

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