Grünes Licht für Bebauung

Hohenbrunn: Bau von Supermarkt, Ärztehaus und Wohnungen genehmigt

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Hohenbrunns Bürgermeister Stefan Straßmair (CSU) freut sich mit seiner Fraktion über den Beschluss zur Bebauung an der Putzbrunner Straße.

Nun kann der Supermarkt an der Putzbrunner Straße also kommen – darauf einigte sich der Hohenbrunner Bauausschuss. Die Bebauung schließt ein Ärztehaus sowie Wohnungen ein. Zehn davon werden vergünstigt an die Gemeinde verkauft. Auch ein Kreisverkehr soll errichtet werden.

Hohenbrunn – Der Hohenbrunner Bauausschuss hat mit seinem Entschluss in der Sondersitzung vom vergangenen Donnerstag den Bau von Supermarkt, Ärztehaus und Wohnungen an der Putzbrunner Straße auf den Weg gebracht. Mehrheitlich wurde dem Durchführungsvertrag mit dem Investor zugestimmt. Außerdem wurde die Errichtung eines Kreisverkehrs an der Ortseinfahrt beschlossen und ein Planungsbüro beauftragt.

In dem Vertrag mit dem Investor ist festgelegt, dass die Gemeinde im Sinne der sozialen Bodennutzung (SOBON) zehn Wohnungen vergünstigt erwerben kann. Außerdem muss der Investor nach Gemeindevorgaben sowohl den Grasbrunner Weg als auch die Sportplatzstraße erschließen. Wenn der Bauantrag vom Landratsamt genehmigt wird, kann bereits im Frühjahr 2020 mit dem Bau des Vollsortimenters begonnen werden. Auch der Kreisverkehr soll im kommenden Jahr errichtet und fertig gestellt werden.

Der Entschluss wurde von den Fraktionen unterschiedlich aufgenommen. Regina Wenzel, Fraktionssprecherin der SPD, freut sich über die Entscheidung: „Endlich geht es voran.“ Seit Jahrzehnten kämpfe ihre Partei für bezahlbaren Wohnraum in der Gemeinde: „Mit diesem Beschluss werden nun die Weichen in die richtige Richtung gestellt, denn es wird auch in Zukunft nicht mehr möglich sein, größere Baugebiete zu erschließen, ohne die Erfordernisse der sozialgerechten Bodennutzung zu berücksichtigen.“ Den Kreisverkehr begrüßt Wenzel als „sicherste Art der Verkehrsregelung“.

Die Christ-Sozialen freuen sich, dass der Bebauungsplan nun „eine große Hürde“ genommen habe. Sie bezeichnen die Pläne als „Gemeinschaftsaktion“ von ­Bürgermeister Stefan Straßmair (Foto) und der CSU. Das sehen das Bürgerforum und UWG-Freie Wähler anders: „Dass die CSU dies jetzt als ihr alleiniges Werk zusammen mit dem Bürgermeister darstellt, ist wohl dem Kommunalwahlkampf geschuldet.“

In den vergangenen Jahren fanden sich stets klare Mehrheiten für das Projekt. Die bezahlbaren Wohnungen gebe es trotz der CSU, die sich im März 2017 noch dagegen gewehrt habe, die SOBON in die Verhandlungen mit einzubringen. Bedenken äußert die Fraktion zum Sicherheitsaspekt des Kreisverkehrs für Kinder und Jugendliche, die zum Sportplatz gehen. Dieser sei „nicht zufriedenstellend beantwortet.“

Größte Kritik kommt von den Grünen. Die beschlossene Planung stehe der Entwicklung einer lebendigen Ortsmitte entgegen: „Der überdimensionierte Supermarkt am Ortsrand wird Verkehr aus der ganzen Region in den Ort ziehen und bedroht die Existenz der alteingesessenen Einzelhändler im Dorf Hohenbrunn.“ Am Kreisverkehr bemängeln die Grünen nicht nur Sicherheitsprobleme, sondern auch die Kosten, an denen sich der Investor nicht beteiligt, obwohl der Kreisverkehr der Erschließung des Supermarkts diene.

ija

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