Bürger können über das Smartphone „mitreden“

Hohenbrunn: Podiumsdiskussion mit Bürgermeisterkandidaten

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Kirsten Lamprechter vom Gewerbeverband Hohenbrunn freut sich auf eine spannende Podiumsdiskussion.

Am Mittwoch, 5. Februar, findet eine Podiumsdiskussion mit allen drei Hohenbrunner Bürgermeisterkandidaten statt. Über das Smartphone können die Zuhörer über Themen abstimmen.

Drei Kandidaten, eine Bühne – unter diesem Motto veranstaltet der Gewerbeverband Hohenbrunn-Riemerling am Mittwoch, 5. Februar, eine Podiumsdiskussion zur Bürgermeisterwahl am 15. März. Zu Gast sind die drei Kandidaten Anke Lunemann (Grüne), Pauline Miller (ÜWG-Freie Wähler/Bürgerforum) und Amtsinhaber Stefan Straßmair (CSU). Die Veranstaltung findet um 19.30 Uhr im Ratssaal im Wolf-Ferrari-Haus in Ottobrunn statt.

Die Moderatorin und Journalistin Sabrina Gander wird durch den Abend führen und den Kandidaten die Fragen stellen. Und bei diesen können die Bürger live „mitreden“ – und zwar mit dem Smartphone. Auf der Webseite www.menti.com können die Teilnehmer mithilfe eines Zugangscodes während der Veranstaltung über Themen abstimmen oder Fragen stellen.

Der Gewerbeverband wollte mit dieser Idee einen neuen Ansatz in die Diskussion einbringen, wie die zweite Vorsitzende Kirsten Lamprechter (Foto) erklärt: „Wir wollten etwas moderneres machen. Heutzutage ist die neue Technik in der Geschäftswelt an vielen Stellen schon Standard.“ 

Außerdem trage das Modell zur aktiveren Beteiligung des Publikums bei. „Und wir hoffen, mit den Ergebnissen den Kandidaten die ein oder andere Erkenntnis für den Wahlkampf mitgeben zu können“, so Lamprechter weiter.

Zunächst können sich die Teilnehmer durch ein paar allgemeine Fragen mit der Technik vertraut machen. Es wird etwa erfragt, aus welchem Ortsteil sie kommen oder ob sie schon wissen, wen sie wählen werden. 

Nach dem Warmlaufen können die Bürger über Themengebiete abstimmen, die sie interessieren und Fragen stellen. Während des ersten Diskussionsteils, bei dem den Kandidaten vorbereitete Fragen gestellt werden, werden die Eingaben der Teilnehmer ausgewertet. 

Im zweiten Teil finden die Fragen der Zuhörer dann Raum. Am Ende wird gefragt, ob die Diskussion dem Teilnehmer bei seiner Wahlentscheidung geholfen hat.

Ein direktes Voting für die Kandidaten wird es nicht geben. „Wir haben uns bewusst dagegen entschieden, weil wir keine Stimmungsmache betreiben wollen“, erklärt Lamprechter den Entschluss. Auch so würden sich die Teilnehmer im Nachhinein ihre Meinung bilden. „Hinterher wird es sicher auch an den Tischen Gespräche geben“, meint die Veranstalterin.

Auch wenn der Gewerbeverband die Veranstaltung organisiert, die Themen der Bürger wie Mobilität, bezahlbarer Wohnraum und Finanzen, sollen im Vordergrund stehen. Dennoch hat natürlich auch das Gewerbe Erwartungen an den neuen Rathauschef: „Wir wünschen uns als Partner auf Augenhöhe wahrgenommen und mit eingebunden zu werden“, erklärt Lamprechter. 

Die Gewerbesteuer sei mit einem Drittel der größte Einnahmeposten im Haushalt. „Deshalb möchten wir, dass auch ein Teil des Geldes in eine gezielt gesteuerte und ganzheitliche Entwicklung des Gewerbestandorts fließt.“

Es gäbe Licht- und Schattenseiten in der Zusammenarbeit. Etwa habe sich der Gewerbeverband sehr über die Unterstützung der Gemeinde beim Glasfaserausbau in Riemerling-West und bei der Muna gefreut. Beim Bauprojekt am Hölzl, dessen Zugangsstraße direkt am Gewerbegebiet liegt, hätten sie sich jedoch gewünscht, früher eingebunden zu werden, erklärt Lamprechter. „Das ist noch optimierbar.“

ija

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