Möglichkeit der Naherholung für Bürger

Hohenbrunn: Grüne fordern Öffnung des MUNA-Waldes

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Die Hohenbrunner Grünen fordern eine Öffnung des MUNA-Waldes.

Hohenbrunn – Naherholungsgebiete im Raum sind rar. Dass der Wald auf der ehemaligen Heeresmunitionsanstalt (MUNA) noch immer für Bürger gesperrt ist, wollen die Grünen aus Hohenbrunn nicht länger hinnehmen. Mit einem Antrag wollen sie nun einen Drei-Jahres-Plan zur Öffnung des MUNA-Waldes bis Ende 2022 anstoßen.

Darin sollen die notwendigen Sicherungs- und Abbaumaßnahmen zeitlich und sachlich festgelegt werden. Unter anderem müssen Gebäude und Bunker abgerissen oder gesichert werden, Zisternen zurückgebaut und Zäune abgebaut werden.

Grünen-Fraktionssprecher Wolfgang Schmidhuber sieht die Gemeinde in der Pflicht, den Waldzugang zu ermöglichen: „Beim Kauf des Waldes wurde stets auf den Zugewinn an Erholungswald verwiesen. Dass dazu noch Maßnahmen notwendig werden, die Kosten verursachen, war bekannt und wurde als Verpflichtung aus dem Kauf akzeptiert.“

Auch für Bürgermeister Stefan Straßmair (CSU) spricht grundsätzlich nichts dagegen, den Wald den Bürgern zugänglich zu machen: „Langfristig bin ich dafür, die MUNA zu öffnen.“

Die im Grünen-Antrag geforderte Zeitschiene sei durchaus möglich, meint der Hohenbrunner Bürgermeister. Je nachdem, wie viele Mittel im Haushalt zur Verfügung gestellt werden, könne die MUNA früher oder später zugänglich gemacht werden. Welche Sicherungsmaßnahmen ergriffen werden müssen, legt ein Gutachten zur Gefährdungsbeurteilung fest, dass die Gemeinde erstellen lassen hat.

 „Wir müssen mehrere Zehntausend Euro in die Hand nehmen, um die Gefahrenstellen alle zu beheben“, erklärt der Rathauschef. Vor allem die Sicherung der Bunker, von denen 80 bis 90 Prozent auf Hohenbrunner Gebiet liegen, wird einiges kosten.

Bei den Zisternen seien schon verschiedene im Rahmen von Umweltschutzaktionen zu Teichen umgebaut worden. Von einer Gefahr durch Munition im Boden sei nicht auszugehen, da historisch belegt und untersucht ist, dass das Gelände nie bombardiert wurde.

ija

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