Überraschende Unterstützerin

Hohenbrunn: „Bürgerbegehren Tiefgarage“ sieht sich durch Ilse Aigner bestätigt

Sigrid Bauer, Initiatorin des zurückgezogenen Bürgerbegehrens, hat sich über Ilse Aigners Aussage gefreut.
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Sigrid Bauer, Initiatorin des zurückgezogenen Bürgerbegehrens, hat sich über Ilse Aigners Aussage gefreut.

Hohenbrunn – Hoher Besuch kam am 3. Februar in den Alten Wirt in Hohenbrunn. Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner war zu einer Veranstaltung des CSU-Ortsverbandes gekommen. Sie sollte – so die Presseankündigung – „Bürgermeister Dr. Stefan Straßmair und der CSU in Hohenbrunn und Riemerling unterstützen“.

Dass Aigner das Gegenteil getan hat, davon zeigte sich Sigrid Bauer, Initiatorin des „Bürgerbegehrens Tiefgarage“ im Nachhinein überzeugt. Das Bürgerbegehren, das sich für den Bau einer Tiefgarage anstatt oberflächlicher Stellplätze für den geplanten Supermarkt an der Putzbrunner Straße einsetzte, war nach einer Kompromisslösung zurückgezogen worden.

In einer Mitteilung heißt es nun, die Landtagspräsidentin hätte sich bei der Veranstaltung als überraschende Unterstützerin des Bürgerbegehrens zum geplanten Supermarkt erwiesen. Ein Zuhörer habe Aigner gefragt, was gegen den Flächenfraß getan werden könne, erzählt Bauer auf Nachfrage.

 Darauf meinte die CSU-Politikerin, es gebe verschiedene Möglichkeiten. Beispielsweise könnten bei Supermärkten Tiefgaragen anstatt Stellplätze gebaut werden. Damit spielte sie der Bürgerinitiative in die Karten. 

Diese wirft der Hohenbrunner CSU vor, sich stets dem Bau der Tiefgarage verwehrt zu haben. „Die Landtags-CSU ist offensichtlich schon wesentlich weiter. Ilse Aigner hätte unser Bürgerbegehren unterzeichnet“, sah sich Mitinitiator Georg Bauer durch Aigners Aussage bestätigt.

Anton Fritzmaier, Vorsitzender des CSU-Ortsverbands, kann die Aufregung um die Aussage der Landtagspräsidentin nicht nachvollziehen. „Frau Aigner wusste nichts von der Diskussion im Ort und hat sich nur allgemein zum Thema Flächenfraß geäußert“, sagt der CSUler zum Besuch der Landtagspräsidentin. Auch der Ortsverband sehe es genauso wie Aigner, dass generell mehr in die Höhe und in die Tiefe gebaut werden müsse.

Für Hohenbrunn bestehe allerdings ein Sonderfall, von dem Aigner nichts wusste. So sei vertraglich festgelegt, dass ein Mitglied der Erbengemeinschaft, die das Grundstück veräußert hat, ein Recht auf eine Tiefgarage habe. 

Weil nicht klar ist, ob von diesem Recht Gebrauch gemacht wird, und ein Stellplatznachweis für den Bau des Supermarkts erforderlich ist, müssen die oberirdischen Parkplätze errichtet werden.

Sigrid Bauer findet trotzdem, dass die Christsozialen sich hier einen Fauxpas geleistet haben: „Der Fehler liegt bei der CSU. Da hätten sie Frau Aigner vorab über die Ortsthemen informieren müssen.“

ija

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