Wohnraum für Erzieher aller Träger

Höhenkirchen-Siegertsbrunn: Erzieher aller Träger sollen Gemeinde-Wohnungen nutzen dürfen

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Auch Angestellte andere Träger sollen in Höhenkirchen-Siegertsbrunn beim gemeindlichen Wohnraum berücksichtigt werden.

Viele Erzieher-Stellen im Landkreis München sind nicht besetzt, weil Wohnraum zu teuer ist. In Höhenkirchen-Siegertsbrunn sollen nun auch Angestellte andere Träger Gemeinde-Wohnungen beziehen dürfen.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn – Die Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn will gemeindlichen Wohnraum auch Erziehern und Betreuern anderer Träger zur Verfügung stellen. Darauf einigte sich jüngst der Gemeinderat. Damit antwortete das Gremium auf einen Antrag der Elternbeiräte verschiedener Kindertagesstätten. Allerdings erfolgte der Beschluss mit der Einschränkung, dass die Gemeinde noch juristische Feinheiten klären muss.

So sorgte sich Peter Guggenberger (CSU) in der Sitzung, dass womöglich ein Erzieher für kurze Zeit für einen Träger in Höhenkirchen arbeite, dann aber etwa nach Neubiberg wechsle und in der Gemeindewohnung bleiben würde. Verwaltungschefin Ruth Sander erklärte daraufhin, die Verwaltung könne mit dem Träger, etwa der AWO, direkt den Mietvertrag abschließen. Die Bedingung, dass der Mieter in Höhenkirchen arbeiten muss, könnte darin vertraglich festgehalten werden.

Konkret bezieht sich die Verwaltung auf das Bauprojekt mit 14 Wohnungen an der Münchner Straße, das voraussichtlich Mitte bis Ende 2020 fertiggestellt sein soll. Ursprünglich war Ziel dieses Baus, Wohnraum für Gemeindemitarbeiter wie Kinderpfleger oder Beschäftigte von Bauhof, Wasserwerk und Rathaus zu schaffen. Nun schlug die Verwaltung einen Vergabekatalog für die berechtigten Personenkreise vor. An erster Stelle stehen die Mitarbeiter der Gemeinde und gemeindlicher Einrichtungen. Es folgen Beschäftigte sozialer Einrichtungen im Gemeindegebiet, die bei anderen Träger wie AWO und Caritas angestellt sind.

Außerdem können ehren­amtlich Tätige im Gemeindegebiet wie Mitglieder der Feuerwehr die Wohnungen beziehen. Alle Personengruppen müssen eidesstattlich versichern, dass sie über kein geeignetes Wohneigentum, Wohnrecht oder vergleichbares Vermögen verfügen. Darüber hinaus muss die Wohnung zum Eigenbedarf genutzt und darf nicht untervermietet werden. Diesem Vergabekatalog stimmten alle Gremiumsmitglieder zu.

ija

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