Vorfreude auf Feel Home-Häuser

Bürger und künftige Bewohner machten sich Bild von Häusern

Weit und breit kein Regen und sogar etwas Sonne! Die Besucher der neuen Feel Home-Unterkünfte in Höhenkirchen-Siegertsbrunn haben einen positiven Eindruck mitgenommen.
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Weit und breit kein Regen und sogar etwas Sonne! Die Besucher der neuen Feel Home-Unterkünfte in Höhenkirchen-Siegertsbrunn haben einen positiven Eindruck mitgenommen.

Vor allem auch Bewohner der Neubiberger Traglufthalle, die schon bald abgebaut werden soll, werden in die Feel-Home-Unterkunft in Höhenkirchen-Siegertsbrunn einziehen. Zahlreiche Bürger und einige künftige Bewohner haben sich Anfang vergangener Woche ein Bild von der Anlage gemacht.

Eine Mutter mit zwei kleinen Kindern war unter den ersten Besuchern, die einen Blick in die gerade erst errichteten Häuser der neuen Feel-Home-Unterkunft in Höhenkirchen-Siegertsbrunn werfen wollte. Die Freude, bald ihren Container in der provisorischen Wohnwagenunterkunft am Ort verlassen zu dürfen und in eine der neuen Wohnungen an der Ottobrunner Straße einziehen zu dürfen, stand ihr ins Gesicht geschrieben. Die junge Frau gehört allerdings zu den wenigen der künftigen Bewohner, die schon wissen, dass sie voraussichtlich Mitte Juli in die neuen Häuser ziehen werden. Neben Flüchtlingen aus besagter Wohnwagensiedlung werden es voraussichtlich vor allem Asylbewerber sein, die derzeit noch in der Traglufthalle Neubiberg untergebracht sind – eine Notunterkunft, die schon bald aufgelöst werden soll. Eine deutliche Verbesserung für die Menschen, die aufgrund ihrer Herkunft eine gute Bleibeperspektive haben und jetzt zum Teil über Monate zusammen mit bis zu 300 anderen Asylbewerbern auf engstem Raum und ohne jede Privatsphäre leben mussten. In dem neu errichteten kleinen Dorf „steht eindeutig das Wohnen im Vordergrund und nicht die Unterbringung“, stellte Landrat Christoph Göbel in seiner Ansprache an die zahlreich erschienenen Besucher fest.

Das Dorfkonzept mit den doppelstöckigen Einzelhäusern, in denen sich immer acht Personen eine Wohnung teilen, sei nun schon mehrfach und von verschiedenen Investoren im Landkreis München verwirklicht worden und habe sich bewährt, so der Landrat weiter. Platzoptimiert und gleichzeitig ein Raum zum Leben, nicht nur zum Unterbringen, fasste Göbel die Anforderungen an das Konzept zusammen. Er sprach der Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn als in Sachen Asyl erfahrenste Landkreisgemeinde seinen herzlichen Dank aus. Seit nunmehr 14 Jahren sei Höhenkirchen-Siegertsbrunn Sitz einer von der Regierung von Oberbayern betriebenen Gemeinschaftsunterkunft und das Zusammenleben liefe hervorragend. Das sei auch dem engagierten Helferkreis zu verdanken, der quasi Pate stand für alle anderen im Landkreis, die sich erst binnen der letzten Jahre oder Monate gegründet haben. Auch Bürgermeisterin Ursula Mayer betonte, dass die Gemeinde seit vielen Jahren ihre humanitäre Aufgabe wahrnehme und rief die Besucher auf, sich in einem neu zu gründenden Helferkreis für die Unterkunft an der Ottobrunner Straße zu engagieren. Bis zu 160 Personen könnten in den fünf zweigeschossigen Doppelhäusern mit jeweils vier Wohneinheiten Platz finden. Acht Bewohner teilen sich jeweils eine Wohnung. Alle Einheiten sind mit Küchenzeile, Bad/Dusche und WC ausgestattet.

Eine Wohnung bleibt jedoch ganz sicher für die Sozialbetreuung, die von der Caritas übernommen wird, sowie für die Objektbetreuung, die sieben Tage die Woche rund um die Uhr als Ansprechpartner vor Ort sein wird, frei. Je nachdem, wie sich die Flüchtlingszahlen weiter entwickeln, könnten auch mehr Räume für Gemeinschaftsaktivitäten genutzt werden. Der Landkreis München hat seine Planzahlen für 2016 gerade ein weiteres Mal nach unten korrigiert. Nach aktuellen Schätzungen geht man jetzt von insgesamt 6000 unterzubringenden Flüchtlingen aus. Ob dieser Trend anhalten wird, ist allerdings ungewiss.

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