Gemeinsam Lösung finden

Höhenkirchen-Siegertsbrunn: Arbeitsgruppe soll Bau des Naturbads vorantreiben

+
Der Vorstand des Naturbadvereins mit Arno Rieck (l.), Angi Mayr und Carsten Beyer auf dem Gelände am Hirschwinkel.

Eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern aller Fraktionen, Vertretern des Naturbadvereins und Verwaltungsmitarbeitern soll den Bau des Naturbads voranbringen.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn – Bereits seit 2012 kämpfen die Mitglieder des Vereins Naturbad Höhenkirchen-Siegertsbrunn für ein Naturbad in der Gemeinde. Nun soll es mithilfe einer Arbeitsgruppe mit der Planung weiter vorangehen. Dies wurde in der Gemeinderatssitzung vom vergangenen Donnerstag beschlossen. „Wir wollen dem Verein eine Perspektive geben“, erklärte die Zweite Bürgermeisterin Mindy Konwitschny, die die Sitzung leitete. 

Der Verein habe schon viel Energie in das Projekt gesteckt und bereits elf Grundstücke geprüft. Durch die Arbeitsgruppe zeige die Gemeinde ihre Bereitschaft, das Vorhaben zu unterstützen. Zuvor hielt Vereinsvorstand Arno Rieck in der Sitzung eine emotionale Rede, in der er den Gemeinderat auch auf das Drängen aus der Bevölkerung nach einem Naturbad aufmerksam machte.

Außerdem stellte Rieck ein Sechs-Säulen-Modell zur Finanzierung des Baus. Darin enthalten sind etwa Spenden, Fördergelder oder auch Sponsoring. „Ich hätte auch kein Problem damit, wenn es ,Edeka-Bad‘ heißen würde“, erklärte Rieck. Er kalkuliere die Kosten für das Bad auf unter zwei Millionen Euro, lasse aber einen Puffer wegen möglichen Zusatzkosten für das Anbringen von Betonpfeilern für das Grundstück am Hirschwinkel.

Jüngst war nach einem CSU-Vorschlag die Fläche des Krautgartens am Waldfriedhof als möglicher Standort wieder im Gespräch. Der Naturbad Verein lies die Fläche allerdings bereits überprüfen und erhielt eine negative Rückmeldung vom Landratsamt: Nach dem Anbindungsgebot müssen Sportanlagen – wozu ein Naturbad gehört – an Wohnbebauung anschließen. Das ist beim Krautgarten nicht der Fall. Daher würde das Landratsamt einen Bau mit großer Wahrscheinlichkeit ablehnen.

„Die Standort-Suche ist für uns eigentlich abgeschlossen. Allein durch die Prüfung einer weiteren Fläche würden wieder zwei bis drei Jahre ins Land streichen ohne dass es mit dem Bau weitergeht“, erklärte Rieck. Wenn es nach dem Vorstand geht, sind 1000 Jahre ohne Naturbad genug. Damit bleibt weiterhin das Grundstück am Hirschwinkel die einzige Option für den Verein. Bei dieser auf einer alten Kiesgrube befindliche Fläche gibt es von einigen Seiten wegen möglicher Altlasten Bedenken. Diese äußerten auch einige der Bürger, die zur Gemeinderatssitzung gekommen waren. 

Die Bedenken versuchte Rieck zu nehmen: „Den Leuten war nicht klar, dass sich das Risiko eines möglichen Absenkens des Bodens durch das Naturbad minimieren würde. Denn das Wasser des Bad ist leichter als die Erde“. Konwitschny zeigte sich zuversichtlich: „Ein Bau auf der Fläche ist generell möglich. Es ist nur die Frage, wie lange die Betonpfeiler werden müssen. Aber bei der Blue Box und der neuen Bebauung an der Münchner Straße haben wir damit bereits Erfahrung gesammelt“.

ija

Lesen Sie in unserer Übersicht weitere Nachrichten aus Ihrem Umfeld.

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Brunnthal: Sperrung zwischen Hofolding und Faistenhaar wegen Fahrbahnsanierung
Brunnthal: Sperrung zwischen Hofolding und Faistenhaar wegen Fahrbahnsanierung
Ottobrunn: Aktionen von „Bücherei KulTour“ 
Ottobrunn: Aktionen von „Bücherei KulTour“ 
Landkreis München möchte „WasserstoffMobilitäts-Region“ werden
Landkreis München möchte „WasserstoffMobilitäts-Region“ werden

Kommentare