Hachinger Bach: Grundwassermodell wird in Auftrag gegeben

Effektiver Hochwasserschutz

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100.000 Euro stellt die Stadt München für ein Grundwassermodell des Hachinger Bachs bereit.

100.000 Euro lässt sich die Stadt München ein Grundwassermodell für den Hachinger Bach kosten. Damit soll geklärt werden, ob im Umland Überflutungsflächen für den Hochwasserfall eingerichtet werden könnten.

Mit Retentionsflächen – Überflutungsflächen für den Hochwasserfall – am Oberlauf des Hachinger Baches könnten insbesondere für das Stadtgebiet München die Hochwasserrisiken reduziert werden. Die Festsetzung eines Überschwemmungsgebietes in München wäre dann nicht mehr erforderlich und damit entfielen auch Einschränkungen für künftige Bebauungen. Die Gemeinden am Oberlauf des Hachinger Baches befürchten durch die Retentionsflächen auf ihrem Gebiet aber einen Anstieg des Grundwassers mit negativen Folgen für die dortige Bebauung.

Die Stadt München wird deshalb die Kosten für Planleistungen inklusive eines notwendigen Grundwassermodells in voller Höhe übernehmen. Dafür werden 100.000 Euro bereitgestellt werden. „Heute ist ein guter Tag für München und die Gemeinden mit Überflutungsgebieten am Hachinger Bach. Mit der Zustimmung des Umweltausschusses kann das Referat für Gesundheit und Umwelt nun in Absprache mit dem Baureferat das notwendige Grundwassermodell ausschreiben und eventuelle Auswirkungen auf den Grundwasserspiegel untersuchen,“ sagt Umweltreferentin Stephanie Jacobs. Die endgültige Entscheidung bleibt der Vollversammlung des Stadtrates vorbehalten.

Auf Initiative von Bürgermeister Josef Schmid hatte im Februar vergangenen Jahres ein Gespräch mit den Bürgermeistern von Neubiberg, Unterhaching, Taufkirchen, Oberhaching und dem Landrat des Landkreises München stattgefunden. In den Gebieten der Gemeinden würden die künftigen Retentionsflächen liegen. „Mir ist es wichtig, dass bei einem so wichtigen Projekt wie dem Hochwasserschutz alle an einem Strang ziehen und wir das in Zusammenarbeit mit den betroffenen Nachbargemeinden anpacken,“ betont Bürgermeister Schmid.

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