Sechs Schüler, die die Wälder retten wollen

Ottobrunner Gymnasiasten auf Gründer-Beinen

Alexander Wolters (links) und sein Team des P-Seminars entwickelten die gemeinsame Idee, Wälder mit einem Rauchmelder vor Bränden zu schützen.
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Alexander Wolters (links) und sein Team des P-Seminars entwickelten die gemeinsame Idee, Wälder mit einem Rauchmelder vor Bränden zu schützen.

Ottobrunn – Das Ottobrunner Gymnasium bietet alljährlich seinen Schülern der Oberstufe, im Rahmen des wirtschaftlichen P-Seminars, die Möglichkeit, an dem Business@school Wettbewerb teilzunehmen. Schulen aus ganz Deutschland entwickeln eigene Geschäftsideen, die sie dann in ihren Gruppen zu einem Businessplan ausarbeiten. Dabei können die Schüler erste unternehmerische Luft schnuppern sowohl von Lehrkräften, als auch von berufserfahrenen Projekt-Betreuern unterstützt. 

Im Falle des Gymnasiums Ottobrunn war es Alexander Petri von der Bayerischen Landesbank, der rat- und tatkräftig unterstützt. Ziel ist es, die Geschäftsidee so auszuarbeiten, dass sie tatsächlich namhaften Unternehmern vorgestellt werden können. Wer die beste Schüler-Geschäftsidee Deutschlands hat, gewinnt letztlich. Anfang Februar steckten sechs motivierte Ottobrunner Schüler die Köpfe zusammen und entwickelten dabei die Idee, den katastrophalen Bildern von Waldbränden ein Ende zu bereiten. 

Denn noch bevor das Feuer ausbricht, soll ein Rauchmelder, der an einem Baum angebracht ist, Alarm schlagen. Alexander Wolters, Sprecher der sechsköpfigen P-Seminar-Gruppe, sagt: „Die Idee ist entstanden, als wir die Bilder der Waldbrände in Kalifornien und Australien in den Nachrichten gesehen haben. Wir haben uns dann gedacht ‚man müsste doch irgendetwas entwickeln können, damit man diese Brände reduzieren könnte‘. Wir hatten natürlich auch ganz viele andere Ideen, aber diese Idee ist dann ganz deutlich herausgestochen.“ 

Die gemeinsame Gruppenarbeit wurde dann wegen der Corona-Pandemie ins Netz verlagert. Ein bis zwei Mal pro Woche saß sich das Team online gegenüber. Das Sprichwort ‚zu viele Köche verderben den Brei‘, war in Ottorbunn kein Thema, wie Alexander Wolters rückblickend sagt: „Wir als Team haben natürlich unterschiedliche Ansätze gehabt. Das war aber sogar von Vorteil, denn so wurden wir produktiver und konnten verschiedene interessante Diskussionen führen – auch mit unserem Betreuer.“ Weiter sagt er: „Wir haben immer die beste Lösung gesucht und auch gefunden. Das ging ganz gut. Ich muss sagen, wir waren ein wirklich gutes Team und haben gute Teamarbeit geleistet“. Insgesamt würde das Konzept des Rauchmeldersystems „HTSPT“, das ausgesprochen Hotspot heißt, 40 Seiten umfassen. 

Damit konnten die Schüler den Landesentscheid München schon mal für sich gewinnen und waren automatisch im Deutschlandentscheid. Neben ihnen haben sich noch acht weitere Teams aus ganz Deutschland durchgesetzt und präsentieren ebenfalls einer Wirtschaftsjury ihre Geschäftsideen. Wolters hofft, beim digitalen Deutschlandfinale am 22 Juni, zu gewinnen.„Wenn wir gewinnen, ist es definitiv eine riesen Bestätigung, dass die Idee sich lohnt. Und dann sind wir auf jeden Fall mit noch mehr Motivation an dem Projekt dabei und wollen bestimmt weitermachen.“ 

Doch auch wenn das Team den Wettbewerb nicht für sich entscheiden sollte, wollen die Gymnasiasten weitermachen. „Wir planen, auf jeden Fall weiterzumachen. Wir sehen großes Potenzial und auch eine Chance. Wir wollen in der Hightech-Werkstatt der Technischen Universität München ‚MakerSpace‘ unsere Prototypen bauen und auch testen. Im Anschluss gilt es zu überlegen, ob und wie wir auch an Kunden herantreten“, so Wolters.Er sieht das Projekt auch privat als Möglichkeit für seine Zukunft: „Ich finde die Start-up-Welt sehr interessant und fände es wirklich cool, das auch in meiner Zukunft weiterzuverfolgen.“ 

Melanie Schröpfer

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