Schwarz, rot und grün nun gemeinsam im Rathaus

Hohenbrunn diskutiert die Geschäftsordnung

V.l.: Regina Wenzel (SPD), Stefan Straßmair (CSU) und Anke Lunemann (Grüne).
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V.l.: Regina Wenzel (SPD), Stefan Straßmair (CSU) und Anke Lunemann (Grüne).

Hohenbrunn – Vor der Turnhalle in Hohenbrunn herrschte Unsicherheit. Mit Maske oder ohne? Die Allgemeinheit setzte sie auf, nahm sie aber nach Betreten wieder ab. Die Tische waren nach vorne, nach hinten und zur Seite jeweils im großen Abstand aneinandergereiht. Am Eingang wurde sich dankbar am Desinfektionsmittelspender bedient. Begonnen wurde die Sitzung mit einem Rauswurf, denn die Zuschauerplätze waren mit rund 15 Mann schon belegt. 

Bürgermeister Straßmair bat um Verständnis, doch mussten die Abstandsregelungen eingehalten und der Luftaustausch berücksichtigt werden. Nach der Begrüßung schworen die sieben neuen Gemeinderäte dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung des Freistaates Bayern ihre Treue. Sie schworen, den Gesetzen gehorsam zu sein und ihre Amtspflichten gewissenhaft zu erfüllen. 

Und sie schworen, die Rechte der Selbstverwaltung zu waren und deren Pflichten nachzukommen – so wahr ihnen Gott helfe. Anschließend ging es an die Wahl der beiden Stellvertreter Straßmairs. „Ich bin sehr gespannt, wer mit mir zusammen im Rathaus arbeiten wird“, so Straßmair. Die CSU schickte wegen des hohen Zeitaufwandes und da bereits der Erste Bürgermeister von der CSU gestellt worden war und sie keine überparteiliche Mehrheit erreichen wollen, keinen Vorschlag für einen Vizebürgermeister aus der CSU. Martina Kreder-Strugalla (Grüne) schlug Anke Lunemann vor, die bereits für das Amt der ersten Bürgermeisterin kandidierte. Pauline Miller (ÜWG / Freie Wähler - Bürgerforum), die im März ebenfalls für das Bürgermeisteramt kandidierte, schlug nicht sich selbst, sondern ihren Kollegen Karl-Heinz Vogelsang vor. Bei 21 Anwesenden und zwei ungültigen Stimmen gewann Anke Lunemann mit 14 zu fünf Stimmen. 

Für die Position des Dritten Bürgermeisters standen Pauline Miller und Regina Wenzel (SPD) zur Wahl. Das Rennen war knapp, doch ging der Sieg mit zehn zu elf Stimmen an Regina Wenzel. Nach der Wahl piepsten immer wieder die Handys der Gemeinderäte, als es um die Diskussion der Geschäftsordnung ging. Womöglich war dies dem Mindestabstand geschuldet – Fraktionsintern konnten schließlich keine Köpfe zusammengesteckt werden. Die Grünen waren engagiert und stellten ihre Anträge vor. Durchgewunken wurde dabei das verbesserte Akteneinsichtsrecht der Gemeinderatsmitglieder, arbeitnehmerfreundliche Sitzungstermine und eine jährliche Jüngbürgerversammlung, in der Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren ihre Interessen vertreten und Beschlüsse fassen können, die dann im Gemeinderat behandelt werden. 

Melanie Schröpfer

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