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Der Film „Die Geheimnislüfter“ entstand in Höhenkirchen-Siegertsbrunn

Drei Freunde, zwei Diebe, ein Abenteuer

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Die drei Hauptdarsteller Luis Wiedemann, Paula Lindholz und Paul Hennemann.

In Höhenkirchen-Siegertsbrunn gibt es drei neue Ehrenbürger. Die Schüler Paul, Luis und Paula haben einen Einbruch aufgedeckt und höchstpersönlich die Täter gefasst! Das Abenteuer der drei Freunde wurde filmisch festgehalten. Denn: Paul, Luis und Paula sind die Hauptfiguren in dem halbstündigen Film „Die Geheimnislüfter“, der mitten in Höhenkirchen-Siegertsbrunn spielt.

Die Ermittler fahren mit dem Radl vor und tragen Fahrradhelme. Ihr Detektiv-Wissen haben sie von den Hörspielen „Die drei ???“. Paul, Luis und Paula kommen wie das bekannte Junior-Detektivteam Justus, Peter und Bob immer dann zu einem Tatort, um Spuren zu sichern, wenn die Polizei bei der Aufklärung eines Falls nur wenig Hoffnung machen kann. Paula und ihre beiden Kollegen Paul und Luis allerdings ermitteln nicht im fiktiven Rocky Beach, sondern mitten in Höhenkirchen-Siegertsbrunn. Eine wertvolle Uhr, ein Erbstück, wurde bei einem Einbruch gestohlen. Ein klarer Fall für „Die Geheimnislüfter“. Tim Vetter, Stuntman, hat gemeinsam mit seinem Stief- sohn Paul Hennemann, der mittlerweile in die fünfte Klasse geht, den Film gedreht. 34 Minuten lang ist ihr Debüt „Die Geheimnislüfter“. Premiere war jetzt am vergangenen Montag im Winzi-Kino in Höhenkirchen-Siegertsbrunn. „Die Idee zum Film hatte Paul“, erzählt Vetter, der bei ihrem Detektiv-Film Regie geführt hat. „Ursprünglich dachte Paul an einen Banküberfall, der aufgeklärt werden soll. Eine Bank zum Drehen haben wir nicht bekommen, so wurde es ein Uhren-Diebstahl“, erzählt Vetter. Von der Idee bis zur Verwirklichung verging allerdings ein Jahr, doch vergangenen Sommer legte das Filmteam los.

Echte Profis mit am Set

„Die Darsteller sind Freunde aus dem Umfeld“, sagt Vetter. Wobei sowohl Paul als auch er in ihrem jeweiligen Umfeld beim „Casting“ fündig wurden: Luis Wiedemann und Paula Lindholz, die ebenso aufs Gymnasium in Höhenkirchen gehen, spielen an Pauls Seite. Und Vetter, der unter anderem für die Stunts bei der Fernseh-Produktion „Hubert ohne Staller“ verantwortlich ist, sprach Schauspiel-Kollegen an, ob sie bei ihrem Film-Projekt mitmachen wollen. So heißt der Erzähler der „Geheimnislüfter“ Christian Tramitz, Paul Sedlmeir verkörpert mal wieder einen Polizisten, Holger Kriechel schlüpft in die Rolle des Juweliers. „Natürlich war es nicht leicht, Kollegen zu finden, die an unseren Drehtagen Zeit hatten“, erzählt Vetter. Doch fast noch schwieriger als die Termine der Profis zu koordinieren, sei es gewesen, die Freizeitbeschäftigungen der Kinder unter einen Hut zu bringen. „Es heißt ja, drehe am besten weder mit Tieren noch mit Kindern. Tiere machen, was sie wollen, und Kinder haben keine Zeit“, sagt Vetter lachend. Doch irgendwie hätten sie es dann doch geschafft, dass an einem Tag im vergangenen Juli die erste Klappe fiel. Klar, unvorbereitet sollte man in so ein Projekt nicht starten. Aber dennoch war es so, dass sie allesamt im Laufe der Dreharbeiten und der anschließenden Post-Produktion gereift sind. „Die ersten Drehtage waren noch zäh, doch unsere Schauspieler wurden immer besser. Ebenso ging es mir beim Schneiden des Films. Anfangs macht man Fehler, mit der Zeit lernt man und weiß, wie und was man besser machen kann“, sagt Vetter.

An der Sache wachsen und Freude haben

Ebenso waren „Die Geheimnislüfter“ eine Herausforderung für Vetters Frau Petra Fritzi Hennemann. „Ich bin Fotografin, also auf stehende Bilder spezialisiert“, erzählt sie. „Ich hatte aber Lust, das Filmen auszuprobieren. Und so habe ich wie alle anderen die Erfahrung gemacht, an der Sache zu wachsen und daran viel Freude gehabt.“ Da Hennemann aber nicht nur Fotografin ist, sondern auch als Stuntfrau arbeitet, war ihr Können bei den „Geheimnislüftern“ ebenso gefragt. „Mit meiner Größe und Statur konnte ich gut die Kinder doubeln“, verrät sie. Sie kracht für ihren Sohn Paul in eine Mülltonne und wirft sich für Luis in ein Kornfeld. „Für unsere mitspielenden Kinder war allein das spannend zu beobachten. Wie ich in die Klamotten der Jungs geschlüpft bin, mich zum Beispiel für Paul in die Tonne gestellt habe und wie es nun nach dem Schnitt aussieht“, erzählt Pauls Mutter. Und den jungen Darstellern wurde immer mehr bewusst, wie viel Arbeit letztlich in jeder Filmszene steckt. Die Erwachsenen indes lernten, dass Kinder über ganz andere Dinge lachen als die Großen. „Dafür mussten wir auch erst mal ein Gespür kriegen“, erzählt Hennemann. Ebenso erfuhr das Filmteam aus Höhenkirchen-Siegertsbrunn, dass einem auch durchaus Steine in den Weg gelegt werden, zum Beispiel wenn man an öffentlichen Plätzen drehen will. „Man muss das bei der Gemeinde anmelden“, so Vetter. So war es ideal, dass sie eine Szene, die im Dunkeln spielt, auf dem Set von „Hubert ohne Staller“ drehen konnten — in der Werkstatt der Figur Yazid, die Hannes Ringlstetter in der Serie verkörpert. Nun ist der Film fertig. „In ein paar Wochen wollen wir den Film draußen zeigen. Wie in einem Freiluftkino stellen wir eine Leinwand auf, Kinder können kommen und Decken zum Sitzen mitbringen“, sagt Vetter. Und die Spannung bleibt, denn er reicht die „Die Geheimnislüfter“ auch bei Filmfestivals ein.

Verena Rudolf

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