„Wahlkampf ist kein Teufelszeug“

Der Faktenmann in der Kritik

+
Am Donnerstag, 27. September, ist Landtagskandidat Helmut Markwort von 13 bis 15 Uhr mit seinem Faktomobil in der Nähe des Wochenmarktes am Rathausplatz in Unterhaching.

Nachdem er zu Wahlkampfzwecken eine Nebenrolle in einer Fernsehserie des Bayerischen Rundfunks versteigerte, hagelte es Ärger für den Landtagskandidaten Helmut Markwort (FDP). Dieser kann die Aufregung allerdings gar nicht nachvollziehen.

Als erfahrener Medienprofi hätte er es kommen sehen müssen — oder auch nicht. Gerade weil Helmut Markwort als Fokus-Gründer und ehemaliger Moderator des „Sonntags-Stammtisch“ beim BR alles über Medienarbeit weiß, sei er über die neuesten Vorwürfe ziemlich erstaunt.

Um Wahlkampfspenden zu generieren, versteigerte er kürzlich eine kleine Rolle in der BR-Fernsehserie „Hubert ohne Staller.“ Was für ihn absolut harmlos erschien, traf einen Nerv der Öffentlichkeit. Kritiker monierten, dass die Vermischung privater Wahlkampfzwecke und Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Fernsehens nicht zulässig sei. „In der Tat wurde die Sache nun abgeblasen“, bestätigt Markwort gegenüber HALLO. Das tue ihm Leid für die Dame, die die Rolle bekommen hätte, aber vor allem für den Produzenten der Fernsehserie, der nun mächtig Ärger vom BR bekommen könnte, weil er Markwort die Rolle zur Versteigerung zur Verfügung stellte. 

Der BR hingegen habe im Vorfeld nichts von der Versteigerung gewusst. „Aber im Grunde ist das Ganze einfach lächerlich“, findet der FDP-Direktkandidat im Stimmkreis München-Land-Süd. Für ihn habe es zu keinem Zeitpunkt eine Einflussnahme auf die freie Presse gegeben. „Weder hätte ich selbst die Rolle gespielt, noch hatte diese irgendetwas mit Politik zu tun. Die Frau hätte eine kleine Rolle als Feuerwehrfrau bekommen, weiter nichts.“ Außerdem wisse er aus sicheren Quellen, dass im Landtag auch schon Rollen für den „Tatort“ versteigert wurden. „Wahlkampf ist kein Teufelszeug“, betont er. Ganz im Gegenteil: Der Staat freue sich, wenn er ein funktionierendes Parteiensystem habe, darum könne man Parteispenden auch von der Steuer absetzen. 

„Ich kann nur staunen, wie sehr das Thema im Moment aufgebauscht wird“, sagt der 81-Jährige und macht unbeeindruckt weiter mit seinem Wahlkampf. Als nächstes in Unterhaching. Am Donnerstag, 27. September, ist Markwort von 13 bis 15 Uhr mit seinem Faktomobil in der Nähe des Wochenmarktes (Rathausplatz, Unterhaching). Mit diesem Faktomobil tourt Markwort, der dem Mittelstand eine Stimme geben will, auf den Spuren von Guido Westerwelles Guidomobil.

Das Faktomobil leuchtet in der Parteifarbe gelb. Außerdem hat es hat eine Theke, von wo aus das FDP-Team Wahlprogramme, Luftballons, Brezen und anderes verteilt.

Lydia Wünsch

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Adventskranz-Basteln des Eine-Welt-Kreises St. Magdalena in Ottobrunn
Adventskranz-Basteln des Eine-Welt-Kreises St. Magdalena in Ottobrunn
Abschlussbesprechung im Gemeinderat über Bürgerdialog Hohenbrunn
Abschlussbesprechung im Gemeinderat über Bürgerdialog Hohenbrunn

Kommentare