Unnötige Wartezeiten haben ein Ende

Echtzeit-Daten auch für Bus-Fahrgäste des Landkreises im öffentlichen Nahverkehr

Landrat Christoph Göbel (l.) und Kreisrat Tobias Thalhammer an der Bushaltestelle Marktplatz in Unterbiberg.
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Landrat Christoph Göbel (l.) und Kreisrat Tobias Thalhammer an der Bushaltestelle Marktplatz in Unterbiberg.

Im Münchner Landkreis können ab sofort die Echtzeiten-Daten für die Nahverkehrsbusse per App oder im Internet verfolgt werden.

Neubiberg/Landkreis – Ab sofort werden auch Fahrgäste im Landkreis München flächendeckend die Ankunftszeiten der öffentlichen Nahverkehrsbusse über App oder Internet verfolgen können. In einem ersten Schritt profitieren hiervon die Fahrgäste über die Einbindung in die MVV-Auskunft (www.mvv-auskunft.de) beziehungsweise die MVVApps. Ein nächster Umsetzungsschritt wird die Anschlusssicherung zu anderen Verkehrsmitteln sein.

„Durch die Echtzeitauskunft wird das Busfahren im Landkreis München noch komfortabler. Ab sofort genügt ein Blick auf das Smartphone, um zu wissen, wann genau der nächste Bus abfährt. Ungewisse Wartezeiten gehören somit der Vergangenheit an“, so Landrat Christoph Göbel und ergänzt: „Der öffentliche Nahverkehr im Landkreis München wird durch die Anzeige der Echtzeitdaten enorm aufgewertet.“

MVV-Geschäftsführer Bernd Rosenbusch lobt die Arbeit aller Beteiligten und ergänzt: „Täglich werden in der MVV-Auskunft und den zugehörigen Apps auf Nachfrage der Fahrgäste mehr als fünf Millionen Fahrten berechnet. 

Die Integration der Echtzeitdaten der MVV-Regionalbusse ist dabei nicht nur ein weiterer Schritt in Richtung vollständige und konsistente Digitalisierung der Fahrgastinformation; die zahlreichen Nutzer profitieren dadurch auch ganz direkt von noch zuverlässigeren Fahrtaus­künften.“

Die Initiative geht auf CSU-Kreisrat und Gemeinderatsmitglied in Neubiberg Tobias Thalhammer zurück, der die letzten Monate auch immer wieder auf eine schnelle Umsetzung drängte.

„Unnötiges Warten bei Regen, Schnee oder Dunkelheit kann somit vermieden werden. Ein Blick ins Internet, auf die MVV- oder MVG-App, lässt die Ankunftszeit des Busses an der Bushaltestelle nun genau abschätzen, Dank LiveDaten. Das ist eine deutliche Verbesserung an Service für alle Fahrgäste, vor allem in der dunklen und kalten Winterzeit“, so Thalhammer.

Das neue digitale Angebot ist mittlerweile stabil und flächendeckend im gesamten Landkreis München verfügbar. Lediglich vereinzelte Linien befinden sich noch in der Beta-Phase.

Ein erster Schritt der durch den Freistaat geförderten Initiative zur Echtzeitdaten-Auskunft war die Ausstattung der mehr als 750 MVV-Regionalbusse mit der entsprechenden Technik. Mittlerweile verfügen alle Fahrzeuge über die notwendigen Geräte und Verkabelungen, die sowohl Ortung und Erfassung der Fahrzeuge als auch Kommunikation von aktuellen Fahrplanabweichungen gewährleisten.

Fahrtauskünfte werden, wo Echtzeitdaten vorliegen, auf Grundlage der aktuellen Fahrplanlage berechnet. Optional ist weiterhin eine Fahrtauskunft auf Basis der Fahrplan-Solldaten möglich. Die aktuellen Abfahrtszeiten und -prognosen sind durch eine farbliche Kennzeichnung einfach von den im Fahrplan vorgesehenen Zeiten zu unterscheiden. 

Abhängig von Linienführung und Verkehrslage stehen die Echtzeitdaten bis zu zwei Stunden im Voraus zur Verfügung. Je näher eine geplante Abfahrt rückt, desto genauer stimmen die prognostizierten Zeiten mit der tatsächlichen Abfahrt überein.

Zudem ist es möglich, sich vorhandene Echtzeitdaten als Abfahrtstafel in der MVV-Auskunft anzeigen zu lassen. Hierzu können die Fahrgäste entweder im Menü „Abfahrten“ über den Haltestellennamen entsprechende Daten auswählen oder eine Haltestelle direkt auf der Karte auswählen.

In einer ersten Version werden in den MVV-Apps die aktuellen Positionen aller MVV-Regionalbusse durch ein Symbol auf der Karte dargestellt. Die Umsetzung einer Echtzeit-Darstellung der MVV-Verkehrsmittel in der Hintergrundkarte der MVV-Web-Auskunft ist für die nächsten Monate geplant. Zukünftig werden weitere Features wie Liniennummer und Fahrplanlage direkt neben dem Symbol zu sehen sein.

 Darüber hinaus wird auch weiterhin an der Stabilität und Homogenität der Daten gearbeitet und das System in den nächsten Monaten kontinuierlich ausgebaut.

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