Gemeinsame Sitzung mit Partnergemeinden beschlossen

Debatte um Arge-Ausstieg in Brunnthal vertagt

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Brunnthal bleibt vorerst in der Arge Windenergie Hofoldinger Forst.

Die Gemeinde Brunnthal bleibt vorerst Mitglied der Arge Winderenergie Hofoldinger Forst. Dies wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung beschlossen. Allerdings ist ein Ausstieg noch nicht vollends abgewendet. 

Die Arge wurde 2013 von den Gemeinden Sauerlach, Aying, Otterfing und Brunnthal gegründet, 2016 kamen auf Bitte der Orte die Landkreise München und Miesbach hinzu. Hauptziel der Vereinigung ist es, Großinvestitionen Dritter in Windkraft-Anlagen im Hofoldinger Forst zu verhindern und die kommunale Planungshoheit zu bewahren. So soll nur schonend in die Umwelt eingegriffen, die Bevölkerung in die Planungen mit einbezogen und möglichst viel zur regionalen Wertschöpfung beigetragen werden.

Die vergangenen Jahre war Windkraft im Hofoldinger Forst noch kein Thema, weil der Wald als windstill galt. Doch Ende Juli schloss die Arge einen Standortsicherungsvertrag mit den Bayerischen Staatsforsten ab. Darin sind Flächen für vier Windkraftanlagen festgelegt. Die kommunale Planungshoheit soll weiterhin gegeben sein, ebenso die Bürgerbeteiligung. Während die anderen Gemeinden dem Vertrag zustimmten, lehnte der Brunnthaler Gemeinderat in einer Sonder-Sitzung am 24. Juli bei Stimmgleichheit den Vertrag ab. Weil mit diesem Nein zum Vertrag mit den Staatsforsten gegen den Zweck der Arge gehandelt wurde, ging es nun in der jüngsten Sitzung des Gremiums um den Verbleib in der Vereinigung.

Der Zweite Bürgermeister Thomas Mayer (CSU) schlug vor, sich mit den anderen Arge-Gemeinden in einer gemeinsamen Sitzung über das weitere Vorgehen im Hofoldinger Forst zu beraten. Bis dahin solle die Entscheidung über einen Verbleib in der Arge zurückgestellt werden. Dem gab das Gremium knapp mit 8 zu 7 Stimmen statt.

ija

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