Schulweghelfer in Höhenkirchen-Siegertsbrunn suchen Verstärkung

Schulweghelfer in Höhenkirchen-Siegertsbrunn suchen Verstärkung

Schulweghelfer in Höhenkirchen-Siegertsbrunn suchen Verstärkung
Putzbrunner „Winterholler-Grundstück“ wartet seit vielen Jahren auf eine Bebauung

Putzbrunner „Winterholler-Grundstück“ wartet seit vielen Jahren auf eine Bebauung

Putzbrunner „Winterholler-Grundstück“ wartet seit vielen Jahren auf eine Bebauung

… und dann die Hände zum Himmel

Als ein großes sakrales Zeichen der Zeit erscheint die neue katholische Pfarrverbands-Struktur, die sich bereits seit Jahrzehnten anbahnt, aber erst in den Jahren zwischen 2009 und 2012 bundesweit in vielen Städten und Gemeinden zum Tragen kommt und nun allmählich ringsum Realität zu werden verspricht. Durch die Zusammenlegung von mehreren bisher selbständigen Kirchengemeinden ist ein neuer „Pastoral- und Struktur-Plan 2020“ im Entstehen begriffen. Und Münchens Südosten ist ganz vorne mit dabei!

Drei große Beispiele im weiten Kirchen-Raum der Erzdiözese München leuchten bereits in Vorbildfunktion. In Neuperlach (rund 17.000 Katholiken) erfolgte schon im Jahre 2009 die Zusammenlegung von fünf katholischen Altpfarreien zu Münchens „Erster Stadtteil-Kirche“. Am 12. Februar 2012 wird eine lang geplante Fusion in Neubiberg (etwa 9000 Katholiken) zwischen den beiden Kirchen „Rosenkranzkönigin“ in Neubiberg und „St.Bruder Klaus“ in Waldperlach, München, stattfinden. Und gerade soeben, am Sonntag, 8. Januar, dieses neuen Jahres, kam es zur offiziellen Gründung des neuen katholischen Pfarrverbandes „Vier Brunnen“ ( ca. 10.000 Katholiken) aus Kirchen in Otto-, Hohen-, Gras- und Putzbrunn, genauer gesagt von „St. Magdalena“, „St. Stephanus“, „St. Ulrich“ und „St. Stephan“. Dazu Pfarrer Christoph Nobs von „St. Magdalena“ und der Ur-Pfarrei „St. Stephanus“ und zudem „Chef“ eines neuen fünfköpfigen Seelsorger-Teams, schon im Vorfeld des Festaktes HALLO gegenüber: „Erzbischof Kardinal Dr. Reinhard Marx gründete den neuen Pfarrverband ‚Vier Brunnen’ per Edikt am 1.1.2012. Die vier Pfarreien aber arbeiten schon seit vielen Monaten eng und vorbereitend zusammen. Vor allem in der Firmvorbereitung läuft das neue Programm bereits bestens. Ab jetzt koordinieren wir die seelsorgerischen und verwaltungstechnischen Aufgaben in einem einzigen Pfarrverband – eine große Herausforderung für uns alle !“ Eigenständigkeit bleibt Denn: Die Eigenständigkeit der einzelnen Pfarreien bleibt weiterhin erhalten, gleichzeitig aber werden Neuerungen, die im Zusammenspiel als Pfarrverband besser zu meistern sind, durchgeführt. Schon längst wurde ein umfassendes Seelsorger- und Verwaltungs-Angebot ausgearbeitet, jetzt kann es endlich an die Konkretisierung gehen. O-Ton Nobs: „Und darauf freuen wir uns sehr und möchten unsere Freude mit vielen Menschen am Tage der ‚Vier-Brunnen’-Gründung festlich-feierlich teilen!“ Das taten sie denn auch! Bei einem wunderbaren Orgelkonzert, schöner Chormusik und derart lautstarken Gemeinde-Gesängen, dass das stete Plätschern des kleinen Symbol-Brunnens neben dem Altar eigentlich nur noch zu sehen, aber längst nicht mehr zu hören war. Dennoch war gerade er „die Hauptperson“, und neben ihm warteten schon auf ihre Segnung die vier Steintafeln mit der Aufschrift „Pfarrverband VIER BRUNNEN 1. Januar 2012“, die künftig in die Aussenmauern der vier „Brunnen-Kirchen“ eingemauert werden sollen. Unter dem Motto „Dem Glauben Zukunft geben“ und auf der Suche nach einer neuen Sensibilität für die religiöse Dimension des Lebens, zelebrierte Weihbischof Engelbert Siebler vor rund 400 Gläubigen, den Ersten Bürgermeistern der vier „Brunnen-Gemeinden“, Thomas Loderer, Dr. Stefan Straßmair, Klaus Korneder, und Edwin Klostermeier eine besinnlich-feierliche Pontifikalmesse mit dem aktuellen Festmotiv „Taufe des Herrn“, deren Höhepunkt die Segnung der vier Steintafeln am kleinen Brunnen war. Revoluform? In seinem Errichtungsdekret spricht Kardinal Dr. Marx von einer Glaubenserneuerung und -vertiefung, die in den kommenden Jahren bevorstünde und sieht in ihr eine Art „Wurzel-Behandlung“, die bereits 1962 bis 1965 mit dem „2.Vatikanischen Konzil“ und 1971 bis 19 75 mit der „Würzburger Synode“ unumkehrbar angesagt worden sei.Zum neuen Struktur-Programm im Erkennen und Beachten der „Zeichen der Zeit“ gehören demnach angepeilte Reformziele auf Gebieten wie u.a. diesen: größere persönliche und pfarreiliche Nähe zu den Menschen, Rehabilitierung verheirateter Priester, Aufhebung des Pflichtzölibats, Frauenordination, Demokratisierung der Kirche auf allen Ebenen, Förderung und Aufwertung der ehren- und hauptamtlichen Laien und vieles andere mehr. „Klingt alles vielleicht ziemlich umstürzlerisch“, hatte Pfarrer Christoph Nobs zuvor HALLO gegenüber leicht schmunzelnd geäußert. „Ist aber nicht so! Dies alles sind Forderungen, die schon seit Jahrzehnten bestehen und für die von den Reformtheologen schon seit vielen Jahren konkrete Umsetzungsentwürfe vorliegen – die Bischöfe mussten sie nur einsehen und umsetzen!“ Er lachte verschmitzt. „Und das haben sie nun endlich getan!“ Das klang heiter! Und eine gewisse „heilige Heiterkeit“ setzte sich auch nach der feierlichen Pontifikalmesse durch Bischof Siebler im Gedankengut anderer Prediger aus der „Bürgerinitiative Gottes“ oder auch dem „Vorzimmer vom Lieben-Gott-Büro“ fort. Es ward Licht Kleiner Schlussgag, der sich allmählich steigernden Heiterkeit, in der auch vor Applaus-Stürmen in der sonst so stillen Kirche nicht zurückgeschreckt wurde: die Übergabe eines ganz besonderen Dankeschön-Geschenks an den Weihbischof durch den Ottobrunner Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Günter Dependahl. Mit den Worten: „Dies ist zwar nicht der Stern von Bethlehem, sondern nur eine Ottobrunner Taschenlampe…“, überreichte er dem zunächst etwas perplexen Bischof eine handgroße Leuchte, mit der er in Zukunft, bitte schön, auch den noch fehlenden Münchner Gemeindepfarreien zum Zusammenschluss „heimleuchten“ möge. Der Bischof nahm sie mit Humor und probierte sie auch gleich aus – und siehe da: es ward Licht… Abschließend gab’s für alle, die Zeit, Lust und Gemeinschaftsgeist hatten – und dies waren die meisten! – eine Kirchen-Fahrt mit zwei riesigen Reisebussen und einer Vielzahl unterschiedlichster Privatwägen von Otto- über Hohen-, Gras- bis nach Putzbrunn mit Besuch aller vier dazugehörigen Kirchen. Und im Putzbrunner Pfarrsaal von „St. Stephan“ schliesslich eine große gemeinsame Feier mit Speis und Trank und voller „heiliger Heiterkeit“. Wobei die beiden neuen Wortschöpfungen „Sakral-Sternfahrt“ und „Reli-Rallye“ wohl bereits zu den ersten „Reformerneuerungen“ zählten… Kleines Fazit eines großen klerikalen Tages: Vieles im Kirchen-Bereich wird nun neu und aktuell, modern und zukunftsweisend sein. Aber eines bleibt wohl doch in alter Vertrautheit erhalten – vom Pfarrer einer kleinen Gemeinde bis hin zum Papst: Starke Stimmen nämlich. Gute Gedanken. Und dann die Hände zum Himmel… Ingeborg

Auch interessant:

Meistgelesen

Putzbrunner „Winterholler-Grundstück“ wartet seit vielen Jahren auf eine Bebauung
Putzbrunner „Winterholler-Grundstück“ wartet seit vielen Jahren auf eine Bebauung
Schulweghelfer in Höhenkirchen-Siegertsbrunn suchen Verstärkung
Schulweghelfer in Höhenkirchen-Siegertsbrunn suchen Verstärkung
Die Gartenlaube der Kunst
Die Gartenlaube der Kunst
Ingenieursbüro verdeutlicht Auswirkungen der städtischen Bauprojekte auf Münchner Umland
Ingenieursbüro verdeutlicht Auswirkungen der städtischen Bauprojekte auf Münchner Umland

Kommentare