Schritt zurück

Brunnthal ersetzt E-Auto

Vorerst gibt es erst mal kein E-Auto mehr beim Carsharing in Brunnthal (Symbolbild)
+
Vorerst gibt es erst mal kein E-Auto mehr beim Carsharing in Brunnthal (Symbolbild)

Brunnthal – Eigentlich ist der Umstieg auf E-Fahrzeuge die Zukunft und wichtiger Teil der Energiewende. Doch in Brunnthal wird nun ein genau umgekehrter Schritt gegangen. Offenbar sind die Bürger in der Gemeinde noch nicht bereit für E-Fahrzeuge. Das örtliche Car-Sharing-Fahrzeug soll jetzt auch noch statt eines E-Autos ausgerechnet ein dieselbetriebener Pkw werden.

So wurde in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses bekannt gegeben, dass der Car-Sharing-Anbieter mikar seinen elektrisch betriebenen Nissan eNV200 am Rathaus­parkplatz durch einen dieselbetriebenen 9-Sitzer Opel Vivaro ersetzen möchte. Die Standortgarantie würde sich damit um sechs Monate verlängern.

Als Grund nennt die Firma ständige technische Schwierigkeiten, die das Projekt wiederum wirtschaftlich unrentabel machen. Laut Anbieter sei die Nutzung von Elektrofahrzeugen nicht nur in Brunnthal sondern auch in anderen Gemeinden zu gering. Das liege vermutlich an der fehlenden Ladeinfrastruktur. Nutzer fürchten, ihnen könnte auf dem Weg zurück der Strom ausgehen. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Wenn die Dienstfahrten der Verwaltungsmitarbeiter weggelassen werden, gab es in 14 Monaten gerade einmal 17 Buchungen. Das schadet sogar der Umwelt zusätzlich. Durch die geringe Nutzung entleerte sich die Batterie des Fahrzeugs, was dazu führte, dass die Batterie mehrfach erneuert werden musste.

Zumindest entstehen der Gemeinde finanziell keine Mehrkosten. Die Firma mikar beklebt den Opel auf ihre Kosten komplett neu als Werbefläche und übernimmt die Fahrzeugkosten vollständig. Darüber hinaus profitiert die Gemeinde von der Standortverlängerung statt Februar noch bis August 2023. Die Gemeindeverwaltung kann auf Wunsch das Fahrzeug weiterhin benutzen.

Iris Janda

Weitere Nachrichten aus der Region finden Sie in unsererÜbersicht.

Besuchen Sie HALLO auch auf Facebook.

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Bürgermeister Thomas Pardeller: „Neubiberg trifft es besonders hart“
Bürgermeister Thomas Pardeller: „Neubiberg trifft es besonders hart“
Florian Schardt, Vorsitzender der SPD München-Land, im Gespräch
Florian Schardt, Vorsitzender der SPD München-Land, im Gespräch
Schwester Charlotte vom Maria-Theresia-Heim Neubiberg über das Leben im Kloster
Schwester Charlotte vom Maria-Theresia-Heim Neubiberg über das Leben im Kloster
Höhenkirchen: Sturm Sabine fegt Dach von Erich Kästner Schule
Höhenkirchen: Sturm Sabine fegt Dach von Erich Kästner Schule

Kommentare