Neubiberg lässt bezahlbaren Wohnraum bauen

Aufgehübschte Ortseinfahrt

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So könnte das neue Bauensemble mit bezahlbarem Wohnraum in Neubiberg aussehen.

Ästhetisch, funktional und preisgünstig soll der „bezahlbare Wohnraum“ werden, den die Gemeinde Neubiberg in der Äußeren Hauptstraße 5 und 5 a zur Unterbringung von Erziehern oder Senioren plant. Bauherr wird die Baugesellschaft München-Land GmbH (BML) sein, die Gemeinde stellt das gemeindeeigene Grundstück.

Architekt Peter Flickinger vom beauftragten Planungsbüro „Höss Amberg und Partner Architekten“ stellte dem Gemeinderat die Entwurfsplanung vor. Auf der dreieckigen Fläche am Ostende des Wohngebiets „Auf der Heid“ soll parallel zur Äußeren Hauptstraße ein dreigeschossiger langgezogener Bau mit Satteldach entstehen. An sein Ostende kommt ein fünfgeschossiger Kopfbau, der laut Architekt „einen städtebaulich auffälligen Akzent und markanten Eingang in das dahinter liegende Wohngebiet setzt“. Dieses „Punkthaus“ nehme die Dreiecksspitze des Grundstücks abgerundet auf und überrage mit seiner „markanten Trapezform den Riegelbau etwas in der Breite“. Weiter hinten am Südschenkel des Grundstücks entsteht Flickinger zufolge ein zweigeschossiges Gebäude für vier zweigeschossige Wohnungen. Es stehe wie der langgestreckte Bau parallel zur Äußeren Hauptstraße und hat wie dieses ein Satteldach. An der Höhe des Punkthauses und der Fassadengestaltung schieden sich im Gemeinderat noch die Geister. Vier Stockwerke seien genug, meinte Planungsreferent Kilian Körner. Dann könnte nicht die gewünschte Zahl an Wohnungen untergebracht werden, argumentierte der Architekt. Außerdem würde der Baukörper des Hauses „unausgewogen statt bewusst markant“. Zur Gestaltung der Fassade erklärte Flickinger, diese könne mit einer Bänderung gestaltet werden, so dass die Geschossebene als helle und die Fensterzonen als dunkle Fläche horizontal durchliefen. Es sei auch eine durchgehend helle Fassade mit auffälligen „Löchern“ an Stelle der Fenster denkbar. Die Grundfarbe der Fassade könne man noch überlegen. Da die Wohnungen im Riegelbau über einen Laubengang erreicht werden, komme das gesamte Ensemble mit nur einem Aufzug aus. Flickinger betonte, dass bei anderen Bauten der BLM gerade der Laubengang von den Bewohnern sehr geschätzt werde, da er als Treffpunkt und Außenterrasse zugleich diene. Auch „falle“ man vom Erschließungsweg nicht direkt in die Wohnungen hinein. Insgesamt entstehen auf gut 1000 Quadratmetern Fläche 35 Wohneinheiten mit einer Größe zwischen 65 und 85 Quadratmetern. Die Tiefgarage soll 37 Stellplätze und 40 Fahrradabstellplätze bieten. Der Entwurf wurde vom Gemeinderat gegen die Stimme von Kilian Körner angenommen. Ebenso die erforderliche Änderung des aktuell gültigen Bebauungsplans Nummer 57 „Auf der Heid“.

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