Bekenntnis zum Ottostraßenfest

Es wird heuer wieder ein Bürgerfest mit dem Label „Ottostraßenfest“ geben: Das beschlossen die Mitglieder des Hauptausschusses in der jüngsten Sitzung. In Kürze wollen die Mitglieder der einzelnen Fraktionen darüber beraten, wie die Veranstaltung ausgerichtet werden soll. Koordinatorin ist Susanne Vordermaier.

Der Termin für das 24. Ottostraßenfest steht schon fest: Am 8. September soll heuer die beliebte Veranstaltung im Herzen Ottobrunns ausgerichtet werden. Darauf hat sich jetzt der Hauptausschuss des Gemeinderats verständigt. Ob als „abgespeckte Version“ wie im September 2011 oder wieder in vollem Umfang wie die Jahre zuvor – das wollen die Räte erst noch beraten. Dazu wird es in Kürze eine Sitzung mit den Vertretern aus allen Fraktionen geben, auch in der kommenden Gemeinderatssitzung soll das Thema auf der Tagesordnung stehen. Als Koordinatorin hat sich Susanne Vordermaier angeboten, die für die CSU im Ottobrunner Gemeinderat sitzt. Erika Aulenbach von der „Bürgervereinigung Ottobrunn“ (BVO) und Axel Keller (FDP) wollen allerdings auch ein Wörtchen mitreden. Die beiden hatten die Organisation des Festes übernommen, nachdem es wegen ungeklärter Finanzierungsfragen – insbesondere den von vielen als zu hoch empfundenen Kosten – zu heftigen Querelen gekommen war (HALLO berichtete). Eine Auseinandersetzung, die inzwischen ihre Spuren hinterlassen hat: Maximal zwischen 25.000 und 30.000 Euro dürfe die Veranstaltung kosten, forderte Aulenbach erneut – rund ein Drittel der Summe vom vorvergangenen Jahr. Das abgerechnete Budget hatte 2010 nach Angaben von Bürgermeister Thomas Loderer (CSU) exakt 75.812,04 Euro betragen und war zum Zankapfel zwischen den Fraktionen geworden. Auch wollen Aulenbach und Keller darauf bestehen, dass keine oder kaum Show-Elemente geboten werden, sondern das Pendel voll zugunsten der örtlichen Vereine und der Gewerbetreibenden ausschlägt. „Diese ganzen Vorführungen haben überhaupt nicht gefehlt“, schildert die BVO-Vorsitzende mit Blick auf das 2011 relativ kurzfristig ausgerichtete Fest. Das hätten ihr zahlreiche Besucher sowie auch Lokalpolitiker aus anderen Gemeinden bestätigt. „Das Bühnenprogramm hat keinem gefehlt. Viele Anlieger und Aussteller fanden es sogar ruhiger, was wesentlich dem Kundenkontakt zugutekam.“ Auch die Freiwillige Feuerwehr Ottobrunn war an der Organisation des Festes maßgeblich beteiligt gewesen. Aulenbach will aber dem neuen Koordinationsteam keine Steine in den Weg legen: Wichtig sei es, „dass dieses schöne Fest weiter stattfindet“. Nutznießer müssten aber vorrangig die Vereine und die Gewerbetreibenden sein. Seit 1980 findet das Ottostraßenfest alljährlich statt, meistens wurde es im September kurz vor Schulbeginn ausgerichtet. Bis 2011 umfasste die Festmeile den Straßenbereich auf einer Länge von rund 1,2 Kilometern. – sal –

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