„Solidarität ist in dieser Zeit sehr wichtig“

Ayinger Bürgermeister vor großen Herausforderungen

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Ayings neuer Bürgermeister Peter Wagner ist vor große Herausforderungen gestellt, die er meistern will.

Aying – Peter Wagner (CSU) ist der neue Bürgermeister der Gemeinde Aying. Trotz seiner 35 Jahre fühlt er sich den Herausforderungen gewachsen – und hat klare Leitlinien in Bezug auf die Corona-Krise und seine Gemeinde. Im HALLO-Interview spricht er darüber.

HALLO. Herr Wagner, nachdem Ihr Vorgänger Johann Eichler (PWH) 24 Jahre im Amt war, traten Sie in diesem Monat als Bürgermeister in das Amt. Wo sehen Sie die Herausforderungen des Amtsantritts im Hinblick auf die Corona-Krise? 

Welche Schritte müssen als erstes gegangen werden? WAGNER. Auch ohne Corona wären die Herausforderungen groß gewesen. Als Bürgermeister muss ich über alle Vorgänge Bescheid wissen und mich in Verwaltungsfragen auskennen. Dazu hätte es einige Schulungen gegeben, die auf Grund der Corona-Maßnahmen ausfallen beziehungsweise auf den Sommer verschoben sind. Ich werde in den ersten Wochen mit allen Mitarbeitern ein Gespräch führen, damit ich mir ein Bild von Ihrer Arbeit und den Abläufen machen kann.

Wie wollen Sie die Gewerbetreibenden während der Corona-Krise unterstützen? Wer benötigt Ihrer Meinung nach die meiste Unterstützung? 

Die Krise trifft uns alle und vor allem unsere Gewerbebetriebe hart. Vor allem für die Firmen, die seit Wochen einen Totalausfall ihrer Geschäfte haben, geht es an ihre Existenz. Die Gemeinde versucht zusammen mit den Firmen Lösungen zu erarbeiten, wie man die finanzielle Durststrecke überwinden kann. Aber auch jeder einzelne kann einen Beitrag dazu leisten, in dem man vor Ort einkauft und somit unsere Betriebe in der Gemeinde unterstützt.

Was können Sie und die Gemeinde Aying aktiv gegen die Corona-Krise unternehmen? Wie können Ängste und Sorgen genommen werden?

Die Sorgen der Bürger kann ich verstehen und ich nehme Sie auch ernst. Die Gemeinde versucht, den Bürgern zu helfen wo es gerade geht. Solidarität ist in dieser Zeit sehr wichtig und es freut mich sehr das wir viele Bürger haben, die sich um ihre Mitmenschen kümmern – sei es beim Nähen von Mundschutzmasken oder einen Einkauf für den Nachbarn übernehmen. Hier möchte ich mich heute schon bei allen bedanken für die Unterstützung.

Kann bereits erahnt werden, welche Folgen die Pandemie für die Gemeinde haben wird und gibt es eine Möglichkeit, die Schäden abzufedern? 

Neben der Erkrankung und meiner Hoffnung, dass alle bald möglichst wieder gesund werden, müssen wir auch mit dem finanziellen Folgen der Krise umgehen. Was für Folgen auf uns in diesem und den nächsten Jahren zukommen, ist noch nicht zu erahnen. Wir haben unseren Haushalt noch einmal überarbeitet und versucht, Kosten zu sparen und etwaige Investitionen zu verschieben. 

Wie wirkt sich die Krise auf Ihre Amtsführung aus?

Eigentlich hätten wir am Dienstag, 12. Mai, unsere konstituierende Sitzung in unserem neuen Sitzungssaal abgehalten. Auf Grund der Abstandsmaßnahmen und zum Schutz jedes Einzelnen, wird die Sitzung in die Turnhalle nach Großhelfendorf verlegt. Auch die Vereidigung von mir als Bürgermeister und der neu gewählten Gemeinderäte wird anders ablaufen als gewohnt. Wir werden alle auf Abstand gehen und wenn nötig zum Schutz des anderen eine Maske tragen. Ich hoffe sehr, dass wir diese Krise möglichst bald und gut überstehen und wieder zu einem normalen Tagesablauf übergehen können.

Was wollen Sie im Vergleich zu Ihrem Vorgänger grundlegend anders machen? 

Mir ist es wichtig, dass ich mir erst mal ein Bild von der Gemeinde, der Verwaltung und der Abläufe mache, damit ich alles verstehen kann. Ich habe mit meinem Vorgänger Hans Eichler schon die Übergabe gemacht. Er hat auch signalisiert, dass er mir mit Rat und Unterstützung zur Seite steht. Für die Bereitschaft gerade in dieser schwierigen Zeit möchte ich mich bei ihm recht herzlich bedanken. 

Interview: Melanie Schröpfer

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