Bürgermeister Eichler blickt positiv auf den Anbau des Ayinger Rathauses

Aying: Rathaus wird nun barrierefrei

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Ayings Rathaus soll an- und umgebaut werden.

Aying – „Für Menschen mit Behinderungen haben wir uns ein sehr ehrgeiziges Ziel vorgenommen: Bayern wird in zehn Jahren komplett barrierefrei – im gesamten öffentlichen Raum, im gesamten öffentlichen Personennahverkehr.“ Mit diesen Worten hat Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer in seiner Regierungserklärung am 12. November 2013 das Ziel vorgegeben, Bayern bis 2023 im gesamten öffentlichen Raum barrierefrei zu machen.

Dazu zählt auch das Rathaus in Aying, das nun voll und ganz in den notwendigen Um- und Anbaumaßnahmen verstrickt ist. In der letzten Gemeinderatssitzung wurde dies zum Thema, denn der Anbau, der an das Rathaus erfolgen soll, entspricht nicht ganz der Geschmacksrichtung des Gremiums des Gemeinderates. Ziel ist, durch den Anbau eine komplette Barrierefreiheit zu erreichen.

So soll in den Anbau auch ein Aufzug integriert werden, sodass auch alle anderen Stockwerke des Hauses erreichbar gemacht werden. Ein Vorzimmer, das Büro des Bürgermeisters und eine Teeküche sind geplant. Auch soll das Dachgeschoss verändert werden: Büros, Räumlichkeiten für Besprechungen und eine Küche stehen auf dem Plan. 

Durch den Anbau ergibt sich ein zweiter Rettungsweg. Dafür soll die bestehende Garage abgemauert werden, sodass ein zweiter Ausgang entstehen kann. Außerdem soll auch der Haupteingang im Zuge der Um- und Anbaumaßnahmen heller gestaltet und ein Windfang eingebaut werden.

Gegen all diese Punkte war seitens des Gremiums kein Einwand einzulegen. Doch erkundigte sich Georg Fritzmeier (PWH) aus gegebenem Anlass, den Verwaltungsbau nicht noch größer zu gestalten, um so für die Zukunft abgesichert zu sein. Johann Eichler erklärte, dass der Bau in die Höhe aber auch in die Breite nicht mehr möglich sei, da die Abstandsflächen bereits ausgereizt seien. Dann ging es um die Außengestaltung des zukünftigen Rathauses.

Laut Architekten sollte diese so gestaltet werden, dass der Altbestand und der Neubau deutlich voneieinander zu unterscheiden sind. Angeblich soll es nicht möglich sein, den Verputz des Altbestandes auf den Neubau zu übertragen. „Das schaut aus wie ein Flickwerk“, sagte Anton Arnold (CSU), Dritter Bürgermeister, dem der Entwurf nicht gefiel. Hermann Oswald (PWH) ist der Meinung Arnolds. 

Ginge es nach ihm, solle „der Villencharakter des Gebäudes erkennbar bleiben“ Josef Bachmair (FWGA) war da anderer Meinung. Er sprach von einer „reinen Geschmackssache“.

Aus diesem Grund wurde die Abstimmung aufgespalten in die Kategorien Konzeption und Gestaltung. Konzeptionell wurde für das Rathaus, beziehungsweise die An- und Umbaumaßnahmen, einstimmig abgestimmt. Dafür dass der Villen-Charakter erhalten bleiben soll und in der Gestaltung der Fassade berücksichtigt werden soll, wurde ebenfalls positiv abgestimmt, jedoch mit zwei Gegenstimmen.

Melanie Schröpfer

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