„Problem gelöst – Gemeinsam geht‘s besser“

Asylbewerber aus Höhenkirchen-Siegertsbrunn konnten gut untergebracht werden

Große Aufruhr herrschte in der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Höhenkirchen-Siegertsbrunn. Sie mussten ihre Unterkunft schlagartig verlassen.
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Große Aufruhr herrschte in der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Höhenkirchen-Siegertsbrunn. Sie mussten ihre Unterkunft schlagartig verlassen.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn – Aus heiterem Himmel sein Zuhause verlassen zu müssen, ist eine schreckliche Vorstellung. Den Bewohnern der Asylunterkunft in Höhenkirchen-Siegertsbrunn ist jedoch genau das passiert. Dass die örtliche Feuerbeschau dieses Ergebnis zu Tage bringt, hätte niemand erwartet. Otto Bußjäger, der selbst in Höhenkirchen-Siegertsbrunn lebt und Landratskandidat der Freien Wähler ist, gibt Entwarnung. Es wurde eine Lösung für alle Beteiligten gefunden. 

Weil vom dritten Stock der Unterkunft eine Brandgefahr ausgeht, mussten alle dort lebenden Bewohner umziehen. Die Angst war groß, denn noch wusste niemand, wohin. Bußjäger sagt: „Es gibt so Tage im Leben, da steht man in der Früh auf und hat einen ganz klaren Plan. Ab 13 Uhr war nichts mehr klar“.

Fieberhaft war er dabei, die Angelegenheit mit dem Landratsamt und in Absprache mit der Regierung regeln zu können. Denn, wie Bußjäger erzählt, die angedachte Lösung – ein Umzug über den Landkreis hinaus bis Ingolstadt, sei nicht zumutbar gewesen. Betroffen waren insgesamt 17 Bewohner. Sofort wandten sich Norbert Mayer und Franz Dielmann als Höhenkirchens Asylhelfer an den Landratskandidaten. „Im Vorfeld habe ich auch schon mit dem Landrat Göbel in enger Abstimmung besprochen, dass alle zu verlegenden Bewohner innerhalb Höhenkirchens umgesiedelt werden sollen, bis die wohl anstehende Baumaßnahme abgeschlossen ist.“ 

Weiter sagt er: „Und es ist uns gemeinsam gelungen, alle Bewohner in Höhenkirchen umziehen zu lassen und diejenigen, die wir nicht in Höhenkirchen lassen konnten, die haben sich sozusagen verbessert“. Konkret handle es sich um zwei Bewohner, die nun in Unterhaching untergebracht wurden, doch hat diese Umsiedlung für die Beiden einen kürzeren Arbeitsweg zur Folge, da sie in Unterhaching beschäftigt sind. „Also man konnte diese ganze Hauruckaktion entsprechend abfedern und sozialverträglich lösen“, erklärt Otto Bußjäger. 

Die Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn, stellte sofort die Obdachlosenunterkunft, die Containeranlage an der Sportplatzstraße, für zur Verfügung. Und das entgegen des alten Verwaltungsgrundsatzes „prüfe deine Zuständigkeit“, wie Bußjäger erzählt. Denn es sei lediglich die Aufgabe der Regierung gewesen, eine Lösung zu finden und nicht die der Gemeinde oder des Landratsamtes gewesen. Und dennoch: Gemeinde und Landratsamt haben hier zusammengeabreitet, um für die Menschen vor Ort eine vernünftige Lösung zu finden - und das innerhalb weniger Stunden, in der Zeit von 13 bis 17 Uhr. 

„Und das zeigt, man muss viel mehr praktische und alltagstaugliche und menschenverträgliche Lösungen finden, miteinander reden und dann kommt es gar nicht zu so einem riesen Drama“, meint Bußjäger. „Natürlich waren die Leute aufgeregt, natürlich war der Helferkreis alarmiert. Das hat mir wieder gezeigt: Wenn man sich einsetzt und überzeugend argumentiert, dann kriegt man eine gute Lösung“. 

Melanie Schröpfer

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