Im Waldkindergarten wachsen Kinder an und mit der Natur

Freispiel mit Frischluft

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Der AWO Kreisverband München-Land lädt interessierte Eltern in den Wald ein – dort können sie sich davon überzeugen, dass es den kleinen Rabauken in einem Waldkindergarten doch ziemlich gut geht.

Der vierjährige Leon schaufelt in aller Seelenruhe Schnee. Seine Freunde toben derweil auf dem kleinen Rodelhügel und andere, die schon unzählige Male hinaufgelaufen und runter gesaust sind, ruhen sich gerade im Bauwagen aus.

Das ist ein typischer Wintervormittag im Waldkindergarten „Wichtelrunde“ in Höhenkirchen-Siegertsbrunn, einer von insgesamt vier Waldkindergärten, die der AWO Kreisverband München-Land im Münchner Umland betreibt. 

Kinder erleben hier ein Freispiel der ganz besonderen Art: Sie lernen im Einklang mit der Natur, sind den ganzen Vormittag an der frischen Luft und ihnen steht ein riesiges Areal zum Austoben offen. Interessierte Eltern können sich in den nächsten Wochen selber ein Bild machen und die Einrichtungen im Wald besuchen.„In erster Linie beschert ein Waldkindergarten den Kindern jede Menge Freiheit“, sagt Fachberaterin Isolde Ruf, die beim AWO-Kreisverband für den Bereich KiTa mit zuständig ist und damit auch die Waldkindergärten betreut. Die Kinder genießen hier die Freiheit, ihre Fähigkeiten zu schulen. Beim stundenlangen Schnee schaufeln etwa werden die Motorik optimiert und Strategien entwickelt. In der freien Natur verwandeln sich die Kleinen außerdem in Forscher und Entdecker: Der Wald bietet ihnen Raum für unzählige Fragen – und mindestens so viele Antworten, die sie selber durch Ausprobieren finden oder die von den Erzieherinnen und Erziehern gegeben werden. Letztere profitieren ebenfalls vom Arbeitsplatz unterm freien Himmel. „Hier geht es viel ruhiger zu. Der Lärmpegel in einem Waldkindergarten ist kaum der Rede wert“, sagt Gretel Heinrich, Leiterin der Wichtelrunde.  Ein weiterer positiver Aspekt des Spielens an der frischen Luft ist die Gesundheit. Waldkinder haben ein deutlich besseres Immunsystem als andere. Ganz nach dem Motto „Dreck härtet ab“, weisen Kinder weit weniger Anfälligkeit für Neurodermitis, Allergien etc. auf, wenn sie ihren Alltag zumeist im Wald verbringen. Übrigens: Nur bei Sturm- und Windbruchgefahr weichen die Kinder in Schutzräume oder in ihren Bauwagen aus. Die AWO-Einrichtungen und Termine im Überblick:Wurzelzwerge (Brunnthal), Freitag, 1. März, 15 bis 16.30 Uhr (Höhenkirchner Straße 2, 85649 Brunnthal).Waldkindergarten Wichtelrunde (Höhenkirchen-Siegertsbrunn), Mittwoch, 13. März, 20 Uhr im Sturmhaus Rathauskeller in Höhenkirchen.Waldmeister (Riemerling), Mittwoch, 13. März, von 11.30 bis 13.30 Uhr (Friedrich-Hofmann-Straße 2-4, 85521 Riemerling).Waldkindergarten Wichtelmäuse (Höhenkirchen-Siegertsbrunn), Freitag, 15. März, 14 bis 15 Uhr (Rosenheimer Straße 26, 85635 Höhenkirchen-Siegertsbrunn).

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