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Umbaumaßnahmen am Parkfriedhof Ottobrunn

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Von: Iris Janda

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Weg im Parkfriedhof am Haidgraben in Ottobrunn.
Damit der Parkfriedhof Ottobrunn barrierefrei zugänglich ist, sollen die Wege zur Aussegnungshalle umgebaut werden. Für ein solches Konzept sprach sich nun der Bauausschuss aus. © ve

Der Parkfriedhof in Otto­brunn soll künftig auch barrierefrei zugänglich sein. Für einen Planungsvorschlag zur Umgestaltung gab der Bauausschuss nun grünes Licht.

Egal ob mit Rollator oder Rollstuhl, Kinderwagen oder auch bei einer Sehbehinderung: Viele Menschen sind im Alltag – sei es am Bahnhof, beim Einkauf oder in Behörden – auf barrierefreie Zugänge angewiesen. Gerade der Friedhof als Ort der Trauer und des Abschieds sollte für jeden ohne Hindernisse zugänglich sein. In Ottobrunn hat sich daher jüngst der Bauausschuss mit dem barrierefreien Umbau der Wege bis zur Aussegnungshalle beschäftigt.

Der Weg vom Eingangstor des Friedhofs bis zur Aussegnungshalle und den Toiletten ist bisher mit kleinen Granitsteinen gepflastert. Diese sind für Menschen mit Gehhilfe oder Rollstuhl schwer befahrbar und führen zu vielen Erschütterungen. Daher sollen nun bereits ab dem Gehweg am Haidgraben bis zur Aussegnungshalle und auf einer Abzweigung für die Toiletten großformatige Betonplatten verlegt werden. Ebenso wird der ansteigende Weg vom Parkplatz zum Friedhofsvorplatz mit Betonplatten ausgelegt. Weil die neue Platten-Bahn über einen etwa 25 Meter langen Teilbereich mit zirka sechs Prozent Neigung führt, soll auf halber Weglänge ein ebenes Podest zum Ausruhen errichtet werden. Zudem soll es entlang der Steigung einen Handlauf geben.

Damit der Friedhof für sehbehinderte Menschen besser aufzufinden ist, sind Rillenplatten am Gehweg entlang des Haidgrabens vorgesehen. Diese weisen den Weg Richtung Friedhof. Darüber hinaus soll für die Nachrüstung des Friedhofs­tors auf elektronischen Antrieb ein Kabelgraben ausgehoben werden.

Insgesamt belaufen sich die Gesamtkosten für die Umbaumaßnahmen auf knapp 177.000 Euro und sind im Haushalt eingestellt. Der Arbeitskreis Barrierefreies Ottobrunn der Agenda 21 hatte bereits Einsicht in die Planungen und sein Einverständnis erklärt.

Dem schloss sich der Bauausschuss an und bewilligte ohne Gegenstimme den geplanten barrierefreien Umbau der Wege am Parkfriedhof. Die Verwaltung hat nun den Auftrag, die Ausführungsplanung und die Ausschreibung für das Projekt in die Wege zu leiten.

ija

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