Monatelange Arbeit wäre für die Katz

Neubiberger Elternbeirat richtet sich mit offenem Brief an Kultusministerium

Schülerin arbeitet an ihrem Tablet.
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Der Elternbeirat der Realschule Neubiberg fordert eine Verlängerung der Lizenz für das Programm MS Team, mit dem bayerische Schüler seit dem Sommer von zu Hause lernen sollen.
  • VonIris Janda
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Die Lizenz für das Programm MS Teams an bayerischen Schulen läuft Ende des Jahres aus. Der Elternbeirat der Realschule Neubiberg fordert in einem offenen Brief an den Kultusminister die Verlängerung dieser Lizenz.

Neubiberg - Der Elternbeirat der Realschule Neubiberg hat sich mit einem offenen Brief an den Bayerischen Kultusminister Michael Piazolo gewandt. Es ist bereits das zweite Schreiben dieser Art an das Ministerium. Im Mai hatte der Elternbeirat dringlich um den Aufbau einer funktionierenden It-Infrastruktur für Homeschooling gebeten (HALLO

berichtete). Diesmal geht es um die Lizenz für das Programm „Microsoft Teams for Education“, mit dem bayerischen Schulen seit Mai nach einem vom Kultusministerium ausgehandelten Vertrag arbeiten sollen. Diese Lizenz laufe am 31. Dezember 2020 aus. „Wir haben im Vertrauen auf die Weitsicht der Politik im Sommer das Online-Tool MS Teams for Education als Plattform für erfolgreichen Online-Unterricht angeschafft und alle notwendigen Schritte unternommen, dass es läuft“, heißt es in dem Schreiben des Beirats.

Nun sei ihnen mitgeteilt worden, dass die Lizenz Ende des Jahres auslaufe und nicht verlängert werde. „Bei bestem Willen und allem vorhandenen Menschenverstand“ sei nicht nachvollziehbar, warum ein teures und betreffs Installation und Einrichtung so aufwendiges System erst zugelassen und kurz darauf wieder verboten werde. Die Entscheidung rufe nicht nur erhebliches Unverständnis bei Schulen und Lehrern hervor, sondern sei vor allen Schülern und ihren Eltern kaum zu erklären. „Macht sich da die Schulpolitik nicht selbst zur Witzfigur“, fragen Eva Burger-Möbius, Vorsitzende des Elternbeirats, und Gitta Svoboda, Vorsitzende des Fördervereins der Realschule, in ihrem Schreiben.

Die Kehrtwende von Seiten des Kultusministeriums werde mit datenschutzrechtlichen Pro-

blemen begründet. Doch diese Bedenken hätten bereits vor Einführung bestanden und auf die Datenschutzproblematik sei auch beim Einholen der Zustimmung der Eltern hingewiesen worden. Die Einführung des Systems hätte einen enorm hohen Aufwand erfordert und zwei bis drei Monate gedauert. „Für unsere Realschule ist es ein riesiger Rückschritt, wenn MS Teams gestrichen wird“, heißt es vom Elternbeirat. „Alles, was wir uns erarbeitet haben, landet ab 1. Janur 2021 im Mülleimer.“

Der Elternbeirat fordert daher das Ministerium auf, die Lizenz für MS Teams so lange zu verlängern, bis ein gleichwertiges, schnell und leicht einzurichtendes Programm, das auf Dauer angeschafft werden kann, angeboten und bezahlt wird.

Der Elternbeirat der Neubiberger Realschule reiht sich damit in eine Liste von Schreiben ein, die zu dem Thema in den vergangenen Wochen an das Kultusministerium ging, etwa von der Landes-Eltern-Vereinigung in Bayern oder dem Landes-Elternverband Realschule. Die Forderungen aller Schreiben konzentrieren sich auf drei Punkte, denen sich die Neubiberger anschließen:

1. Verlängerung der MS Teams for Education Linzenz bis mindestens 31. Dezember 2021

2. Entwicklung eines adäquaten Tools bis Oktober 2021, um genügend Zeit zum Umrüsten zu haben

3. Einsatz von IT-Beauftragten für technische Einrichtung entsprechender Online-Plattformen und zur Unterstützung der Schulen bei IT- Problemen

ija

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