Runder Tisch zum geplanten Ärztehaus am Neubiberger Rathausplatz

Kompromiss in Sicht

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Neue Planungsvariante: Dialogbereit zeigten sich die Investoren beim Runden Tisch im Rathaus bezüglich der Pläne zur baulichen Umgestaltung von St. Cosmas am Rathausplatz.

Der zuletzt häufig beschriebene bauliche „Koloss“ im Zentrum Neubibergs kommt offenbar doch nicht derart kolossal daher wie befürchtet. Anstelle des zunächst geplanten, massiven Neubaus des Medizinischen Versorgungszentrums St. Cosmas soll nun neben dem sanierten bestehenden Baukörper nur eine moderate Neubauergänzung des Ärztehauses Platz greifen.

Bei einem Runden Tisch mit Bürgermeister Günter Heyland, den Fraktionssprechern der Rathausparteien, einer Abordnung des Ärztehauses und Mitarbeitern der Verwaltung präsentierte Axel Blumenröther von der Firma Management Projekt Neubiberg GmbH als Vertreter der Investoren eine abgespeckte Planungsvariante.

Diese sieht auch vor, die ergänzende Wohnbebauung auf dem Areal bei niedrigerer Geschossflächenzahl als zunächst vorgesehen auf zehn Doppelhäuser anstelle von zunächst geplanten 35 Wohnungen in massiveren Punkthäusern reduziert zu realisieren. Dadurch soll laut Blumenröther dem Gartenstadtcharakter Rechnung getragen werden. Nord- und Südgebäude sollen entgegen der früheren, umstrittenen Bauvariante erhalten, umfangreich saniert und lediglich ein Ausbau im Bestand geschaffen werden. Im Südgebäude könnte dann auch das geplante Seniorenzentrum untergebracht werden. Darüber könnte St. Cosmas weitere medizinische Flächen generieren. Wegen der im Vergleich zur Ausgangsplanung jetzt niedriger avisierten Geschossflächenzahl sei ein Tiefgaragenbau aus Sicht des Bauherren nicht mehr erforderlich. „Es wird dann zusätzliche Oberflächenparkplätze bei den Objekten geben“, versicherte Blumenröther auf HALLO-Nachfrage.

Daraus resultiere, dass aufgrund der neuen Flächeneinteilung für den bisher im Komplex ebenfalls untergebrachten Kinderarzt kein Platz mehr wäre – wenn das alte Haupthaus abgerissen werde. „Man muss klar sehen, dass das Ärztehaus vor Ort einen stetig steigenden Nachfragebedarf auch räumlich decken muss.“ Blumenröther machte gegenüber HALLO auch klar, dass die Geduld des Investors an Grenzen stoße: „Schon mit der alten Planungsvariante haben wir uns in Sachen Geschossflächenzahl an der Ortsumgebung orientiert. Wir haben der Gemeinde signalisiert, dass wir mit beiden Planungsvarianten auskommen können. Nun muss aber eine Entscheidung getroffen werden, da der bisherige Prozess träge, ressourcenbelastend und nicht sachorientiert verläuft!“

Zudem räumten der Investorenvertreter wie auch Bürgermeister Günter Heyland (FW.N@U) mit einem Trugschluss auf. Zu einem „Missverständnis“ und zusätzlicher „Verunsicherung“ habe auch eine Aussage des kaufmännischen Leiters des Ärztehauses im Gemeinderat beigetragen, waren sich Heyland und Blumenröther einig. Bei den Anwohnern habe der von diesem kolportierte Ausbau von derzeit 1378 auf künftig 2041 Quadratmeter Geschossfläche für zusätzliche Verwirrung gesorgt. Heyland wie Blumenröther führten aus, dass dort die rund 300 Quadratmeter bestehender Praxisfläche des Kinderarztes fälschlicherweise mit einberechnet worden seien. Dagegen sei bei St. Cosmas lediglich ein Ausbau auf 1600 Quadratmeter vorgesehen.

Rathauschef Heyland hofft jetzt auf eine möglichst rasche Lösung. Im September würden sich zunächst die Fraktionen mit der neuen Planungsvariante befassen. Danach würden die Planungen im Gemeinderat erörtert. Positive Resonanz kommt indes schon von der CSU. In einer Pressemitteilung ist in der Folge des Treffens von einem „Kompromiss in greifbarer Nähe“ die Rede. „Der Investor hat Ideen vorgestellt, die wir absolut unterstützen können“, so Fraktionssprecher Bernhard Rott. Harald Hettich

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