250 Jahre Tradition: Hohenbrunn feiert fünf Tage lang

Eine von vielen Spenden für das Großereignis – (v. li.): Florian Diebold, Vorsitzender der Festgemeinschaft, Katharina Hellwasser, Festgemeinschaft, Stefan Fritzmaier, 1. Vorsitzender des Burschenvereins, Christoph Schulz, 2. Vorsitzender der Burschen, Moritz Metzke, Geschäftsstellenleiter der Raiffeisenbank und Benno Maier, Vorstand der Feuerwehr und 2. Bürgermeister der Gemeinde Hohenbrunn. Foto: tvm

Vom 1. bis 5. Juni geht die Post ab in Hohenbrun. Die Feuerwehr feiert ihren 150sten Geburtstag und der Burschenverein 100-jähriges Bestehen. Von Mittwoch bis Sonntag erwartet Einheimische und Besucher jeden Tag ein volles Programm.

Seit zwei Jahren bereitet sich der 30-köpfige Festausschuss, bestehend aus den Vorständen von Burschenverein und Feuerwehr sowie vielen freiwilligen Helfern, auf die tollen fünf Tage Anfang Juni vor. „Für alle Beteiligten stellten die Arbeiten einen Kraftakt dar“, sagte Benno Maier, Vorstand der Feuerwehr und 2. Bürgermeister der Gemeinde Hohenbrunn anlässlich eines Pressegespräches. Insbesondere in finanzieller Hinsicht stellt das Großereignis die Organisatoren vor große Aufgaben, denn alle Aktivitäten mussten vorfinanziert werden. Verschiedene ortsansässige Betriebe steuerten allerdings großzügige Spenden bei. So herrscht Zuversicht bei den Mitgliedern des Festausschusses, dass am Ende kein finanzielles Minus entsteht. Es galt unter anderem, eine Festschrift zu erstellen, Straßenschmuck zu organisieren, Buden aufzubauen, einen Festzug zusammenzustellen, Straßensperrungen zu beantragen und mehrere Feldgottesdienste zu planen. Mit massiver Unterstützung durch die Gemeinde und unter der Schirmherrschaft des bayerischen Ministerpräsidenten konnten alle Vorhaben verwirklicht werden und die Gäste erwartet ein umfangreiches Programm, das für alle das Richtige bieten wird. „Wir haben versucht, unterschiedliche Gruppen anzusprechen“, betont Florian Diebold, der Vorsitzende der Festgemeinschaft. Erwartet werden rund 1200 Feuerwehrleute von außerhalb, die teilweise mehrere hundert Kilometer weit anreisen. Ähnlich sieht es bei den Burschen aus – hier haben sich rund 800 Mitglieder anderer Vereine angemeldet. Aber die Organisatoren zählen natürlich auch auf „normale“ Besucher aus Hohenbrunn und Umgebung. Schottenwettkampf Los geht’s am Mittwoch, 1. Juni, mit einem Kindernachmittag und anschließend dem Festzug der Ortsvereine. Nach dem Bieranstich gehört der Abend dann den Firmen und Vereinen. Am Donnerstag ertönt früh morgens um sieben Uhr der Weckruf, gefolgt vom Empfang der Vereine, einem Kirchenzug und einem Feldgottesdienst. Verschiedene Festansprachen werden den Nachmittag schnell vergehen lassen, bevor dann abends die „Isarrider“ den Festzeltbesuchern einheizen. Erster Höhepunkt am Freitag ist ab 14 Uhr der „Schottenwettkampf“ der Vereine. Man darf gespannt sein, wer Baumstämme am weitesten werfen kann und ob es Antworten auf die Frage „wer trägt was unter seinem Kilt?“ geben wird. Am Abend heißt es dann „Hefe 10 versus Nirwana“. Im Rahmen der Rocknacht treten beide Bands im musikalischen Wettkampf gegeneinander an und lassen die Gemeinde erbeben. Am Samstag gehört der Vormittag einer Ausstellung von Feuerwehrfahrzeugen, am Nachmittag zeigt die Feuerwehr dann, was sie kann, und führt eine Einsatzübung durch. Ab 19 Uhr sorgen die „Isartaler Hexen“ für Stimmung. Brave Mädchen kommen in den Himmel … doch die bösen kommen überall hin! „Eine Annahme, die im Falle der Hexen auf jeden Fall zutrifft!“, wie Oberhexe Ulla Vater mit einem zwinkernden Auge anmerkt: Die meist ausgebuchte Damenband feiert heuer ihr 10-jähriges Bühnenjubiläum und die acht Powerfrauen sind seit Jahren quer durch die Republik und im benachbarten Ausland unterwegs und erfreuen sich einer immer größer werdenden Fangemeinde. Es bleibt abzuwarten, ob das Hohenbrunner Festzelt tatsächlich zum Heißluftballon wird, wenn die Damen richtig Gas geben. Das ist jedenfalls das Versprechen der Band. Für die Rocknacht und die Isartaler Hexen wird Eintritt erhoben, im Vorverkauf sind Karten bei der Post Hohenbrunn und der Post Ottobrunn, Mozartstraße, erhältlich. Der Sonntag beschließt dann die Aktivitäten mit einem Empfang, dem Kirchenzug und Feldgottesdienst, weiteren Festansprachen und einer Ausstellung von Feuerwehr-Oldtimern. Hier wird auch das erste Nachkriegsfahrzeug der Hohenbrunner Feuerwehr, ein Opel Blitz aus dem Jahr 1957, zu sehen sein. Am Sonntagabend werden dann insgesamt 18 Musikgruppen einschließlich der Blasmusik die Gäste unterhalten haben und im Festzelt am Harthauser Weg viele Liter Bier durch durstige Kehlen geronnen sein. „Selbstverständlich stellt die Feuerwehr auch während der Festivitäten den Löschbetrieb sicher“, betont Vorstand Benno Maier. Außerdem steht immer ein Taxistand zur Verfügung, um den Gästen auch ohne Gefahr für Gesundheit und Führerschein das Nach-Hause-Kommen zu ermöglichen. – tvm –

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